Eine Klassenfahrt ins Ruhrgebiet führt die Schülerinnen und Schüler in eine Region, in der Industriegeschichte und Gegenwart unmittelbar aufeinandertreffen. Zechen, Stahlwerke und Häfen haben die Städte und das Leben der Menschen über Generationen geprägt. Viele frühere Produktionsstätten sind heute Museen, Parks und außerschulische Lernorte. Schulklassen können hier anschaulich nachvollziehen, wie Kohle und Stahl das Ruhrgebiet veränderten, welche Folgen der Strukturwandel hatte und wie auf ehemaligen Industrieflächen neue Räume für Kultur, Bildung und Freizeit entstanden sind.
Je nach gewünschtem Schwerpunkt bieten sich vier unterschiedliche Reiseziele an: Dortmund verbindet Industriekultur mit Fußballgeschichte und urbaner Kultur. Bochum macht die Geschichte des Bergbaus unter anderem im Deutschen Bergbau-Museum erlebbar und eröffnet im Planetarium den Blick in die Welt der Astronomie. Essen steht mit dem UNESCO-Welterbe Zollverein und dem Ruhr Museum besonders für die Geschichte und den Wandel der gesamten Region. Duisburg richtet den Blick auf Stahl, Hafen und Logistik: Der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Innenhafen und der Stadtteil Ruhrort mit den Spuren des Fernsehkommissars Schimanski zeigen sehr unterschiedliche Seiten der Stadt.
Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg eignen sich zugleich als Ausgangspunkte für Ausflüge über die jeweilige Stadtgrenze hinaus. So lässt sich eine Klassenfahrt ins Ruhrgebiet nach den Interessen und dem Alter der Schülerinnen und Schüler gestalten – mit Industriekultur, Geschichte, Technik, Wissenschaft, Fußball und vielen gemeinsamen Erlebnissen.