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Programmideen für Klassenfahrten

Reformation für Jugendliche - neue Programmangebote

Im Nachgang des Reformations­jubiläums großes Angebot an neuen außerschulischen Lernorten zur Reformation bei Jugendtours

Die Wochenendseiten der Zeitung berichten. Die Radiomoderatorin begeistert sich. Die Broschüre beim Friseur lädt ein, sich dem Thema zu widmen. Plakate. Überall Luther und Reformation. Insbesondere die für Tourismus und Bildung zuständigen Behörden im Bundesland Sachsen-Anhalt bereiten sich seit Jahren auf dieses Jubiläum vor.

Ist doch ewig her! Bringt doch nichts, wir haben andere Probleme, was geht das uns an? Nein, so deutlich hat sich bisher niemand geäußert. Niemand will als kulturloser Geselle gelten oder den christlich gebundenen Mitmenschen auf die Füße treten. Aber ganz so selbstverständlich ist das Ganze dann doch nicht.

Dauerjubiläen sind eine gute Sache. Wenigstens sind sie gut gemeint. Beim Jubiläum zum 500. Jahrestag der Reformation hat die evangelische Kirche bewiesen, dass auch sie etwas von professionellem Marketing versteht. Das Veranstaltungsprogramm ist fast 600 Seiten stark. „Der Gottesdienst zum Reformationsjubiläum 2017 wird gigantisch“, die Meldung kommt aus Kirchenkreisen und klingt mehr wie die Ankündigung eines Rock-Konzerts. Geplant sind fünf Großprojekte, die zusammen rund 50 Millionen Euro kosten sollen.

Was aber hat das alles mit Schule, was mit jungen Leuten zu tun? Geht die Reformation, geht Luther uns heute wirklich etwas an? Zunächst geht es um Geschichte, Geschichte in Mitteleuropa. Ohne diese Geschichte ist unsere heutige Gesellschaft nicht zu verstehen. Die Reformation nahm bereits 100 Jahre vor Luther ihren Anfang. Und sie endete nicht mit seinem Tod. Sie war nicht nur spirituell wichtig, sie war auch politisch bedeutsam und führte ganz handgreiflich zu Kriegen und Auseinandersetzungen. Sie setzte Themen wie Verantwortung, Umgang der Menschen miteinander, Frieden und Bewahrung der Schöpfung auf die Tagesordnung.
Auseinandersetzung mit der Geschichte kann deshalb ein Weg sein, um unsere Zeit zu verstehen. Insbesondere dann, wenn wir die früheren Denkansätze weiterführen und nicht bei der Reformation stehenbleiben. Brechen wir eine Lanze für eine kritische Wahrnehmung des Reformationsjubiläums, die wichtig ist und die auch dann, wenn wir den wichtigen Gedanken der Trennung von Staat und Kirche im Hinterkopf haben, berechtigt und sinnvoll ist.



Welche speziell für junge Leute konzipierte Angebote gibt es? Folgen Sie uns auf einen Ausflug oder eine Reise, bei der Sie Gelegenheit haben werden, die beschriebenen Angebote zur Reformation wahrzunehmen. Denn auch im Klassenfahrten-Programm von Jugendtours finden sich viele Ansatzpunkte. Drei „Leuchttürme“ bieten sich an: Halle, Wittenberg und Eisenach.

Obwohl Halle an der Saale zur Reformationszeit den strengen Gegenpol zu Wittenberg bildete, machte die Reformation keinen Bogen um die Saalestadt. Hundert Jahre nach Luther wurde unter Hermann August Francke Halle zu einem wichtigen Zentrum des Pietismus. Folgerichtig stellen sich heute die Franckeschen Stiftungen Halle der Frage der Aktualität der Reformation in ihrer Sonderausstellung „Du bist frei“. In sieben Ausstellungskapiteln werde die Fragen und wegweisenden Impulse der Reformation mit der heutigen Lebenswelt von Jugendlichen verbunden. Am Beginn steht die Angst - so wie einst bei Martin Luther - es geht weiter mit der Stärke der Gemeinschaft und den Vorbildern. Darauf aufbauend werden die Ausstellungsbesucher dazu ermuntert, ihren Wertekanon zu entwerfen. Zwei weitere Räume befassen sich mit dem Thema Medienrevolution sowie mit der gemeinschaftsstiftenden Wirkung von Musik. Sehr aktuell und zeitgemäß! Ganz gleich, ob im Rahmen einen mehrtägigen Klassenfahrt nach Halle einer oder bei einer Tagesfahrt empfiehlt sich der Besuch dieser Ausstellung, wobei der Eintritt bis 18 Jahre frei ist!

Die Lutherstadt Wittenberg ist in besonderer Weise mit dem Erbe Martin Luthers verbunden. Der Schulausflug nach Wittenberg bietet sich für Tagesfahrten zum Thema „Luther und Reformation“ im Rahmen außerschulischen Lernens geradezu an. In der Lutherstadt hat der berühmte Theologe und Reformator 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an das Tor der Schlosskirche geschlagen. Eine Zeitreise unternimmt der Künstler Yadegar Asisi in seinem 360°-Panorama „Luther 1517“: Das Großgemälde zeigt Bilder und Impressionen der Stadt Wittenberg zu Zeiten Martin Luthers, Luther selbst und seine Frau Katharina von Bora ebenso wie die Wegbegleiter Philipp Melanchthon und Lucas Cranach. Auch bei einer Klassenfahrt in die Dübener Heide, knapp eine Stunde von Wittenberg entfernt, sollte 2017 ein Ausflug in die Lutherstadt mit Stadtführung auf Luthers Spuren und einem Besuch des 360°-Panoramas nicht fehlen.

Auch Thüringen war ein wichtiger Schauplatz der Reformation. Im Bundesland gibt es eine Fülle von Angeboten mit Bezug zur Reformation und Luther. Eisenach darf selbstverständlich unter den markanten Orten zur Reformation nicht fehlen. Die Wartburg und das Lutherhaus in Eisenach sind dabei von besonderem Gewicht. Im Lutherhaus erwarten Sie speziell aufbereitete museumspädagogische Schulangebote. Selbst Unterricht wie zu Luthers Zeiten wird angeboten. Die Wartburg glänzt mit der Geschichte von „Junker Jörg“. Zu besichtigen ist auch ein berühmter Tintenfleck: Luther warf angeblich sein Tintenfass nach dem Teufel und verfehlte wahrscheinlich sein Ziel… Gerade im Reformationsjahr empfehlen wir daher, im Rahmen der Klassenfahrt nach Weimar oder ins Rheinsberger Dorf - Plaue einen Tagesausflug nach Eisenach als Programmangebot. Durch die richtige Brille gesehen können auf diese Weise die vorhandenen Angebote im Rahmen des Reformationsjubiläums wertvolle Anregungen für den Unterricht in verschiedenen Fächern geben – und zum Denken auch über heutige Probleme anregen.

Wissenswertes zur Reformation und zum Reformationsjubiläum:

Sachsen-Anhalt: Luther erleben

Thüringen: Tipps für Reisen ins Lutherland

Bildungsimpulse zur Reformation

Frankesche Stiftungen Halle - Sonderausstellung

Lutherhaus Eisenach

Autor: Bernd / Jugendtours | 23.03.2017




 

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