
Halle/MZ/ccr. Große Freude herrschte gestern bei Jugentours (juTou) in der Richard-Wagner-Straße. Das Reisebüro, das sich auf Klassenfahrten und Jugendreisen spezialisiert hat, wurde im Beisein von Bürgermeisterin Dagmar Szabados mit dem Zertifikat "Tüv geprüfte Klassenfahrt/Jugendgruppenreise" ausgezeichnet. Es ist der erste Reiseveranstalter mit einem solchen Angebot in Mitteldeutschland, der das Zertifikat bekam. Übergeben wurde es durch Stephan Treuheit vom Tüv-Rheinland.
"Auf dieses Zertifikat sind wir natürlich stolz", sagt Jürgen Dittrich, Pressesprecher von Jugendtours. Würde doch den Kunden durch das Qualitätssiegel gezeigt, dass das Reisebüro ein transparentes Unternehmen ist und bestimmte Standards bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Klassenfahrten und Jugendreisen erfüllt. Das beträfe die Bereitstellung der Unterkünfte ebenso wie die Auswahl der Transportunternehmen oder die Schulung der Reiseleiter und Betreuer.
"Man kann das vielleicht mit einem Auto vergleichen. Ein Tüv geprüftes Auto spricht für Sicherheit und Verlässlichkeit", meint Dittrich. Im Vorfeld hat sich der Reiseveranstalter auf Herz und Nieren prüfen lassen. 57 Kriterien wurden vom Tüv genau unter die Lupe genommen. "Es wurden insgesamt 23 368 Kunden befragt", so Dittrich. Außerdem seien drei Prüfer unangemeldet vor Ort gewesen, um die Arbeit der Mitarbeiter zu bewerten.
"Die Auszeichnung durch den Tüv betont den überregionalen Stellenwert unsers regionalen Unternehmens", sagt Dittrich. Nicht nur Schüler, Kinder und Jugendliche aus der Region interessieren sich für die Reiseangebote von Jugendtours . "Rund 20 Prozent aller Buchungen kommen aus Nordrhein-Westfalen", sagt Dittrich.
Die Unternehmensgeschichte von Jugendtours nahm vor 14 Jahren in einer Plattenbauwohnung in Halle-Neustadt ihren Anfang. "Die ersten Reisen wurden von einem ,Familienbetrieb´ an der Haustür verkauft", blickt Dittrich zurück. Das habe sich natürlich grundlegend geändert. Aber auch heute noch gehe es dem gestandenen Reiseveranstalter um besondere Kundennähe. Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter ist auf zwölf angewachsen. Hinzukommen über 500 Betreuer und Reiseleiter.
Mitteldeutsche Zeitung, 19.01.2007
Der hallesche Reiseveranstalter Jugendtours, der speziell für Schulklassen Reiseziele in alle Herren Länder anbietet, hat nun auch seine Heimatstadt als lohnenswertes Ausflugsziel in seinen Reisekatalog aufgenommen. "Wir sind deutschlandweit damit die Ersten, die Schulklassen nach Halle holen werden", verspricht Jugentours-Sprecher Jürgen Dittrich und verweist auf die erfolgreiche Premiere. In der vergangenen Woche hatten 19 Achtklässler der Sekundarschule aus Gröningen (Bördekreis) einen Tag in der Saalestadt verbracht und unter anderem die Halloren Schokoladenfabrik besucht.
Jan Möbius, in: Mitteldeutsche Zeitung, 21.03.2007, S. 10
"Viele Kinder sind kaputt", sagt Ingolf Fleckna aus Halle. Der gelernte Schlosser organisiert Freizeiten an der Müritz. Von Mai bis September ermöglicht er für den Reiseveranstalter "juTOU" Kindern und Jugendlichen ein paar Abenteuer. Kentern mit Booten, Floß bauen, Kaninchen im Lehmofen schmoren. "Heute", sagt Fleckna, "ist es schon ein Erfolg, wenn die Kinder nach zehn Tagen Zelten nicht mehr ihren Gameboy vermissen."
Dort, wo Seeadler nach Barschen schnappen und Blindschleichen durchs Unterholz schlängeln, erzählen Achtjährige, dass sie zum Geburtstag ein Handy geschenkt bekommen haben und den Papa nun auf der Mailbox fragen, ob sie zum Spielen raus dürfen. Die Großen schwärmen von Klonkriegern und Rollenspielen im Internet. Andere sind froh, den ganzen Tag barfuß laufen zu dürfen. Robert, neun, sagt, hier brauche er keine Pillen, die ihn in der Schule so still machen. Ihn faszinieren wandernde Ameisen.
Wehmütig sitzt der elfjährige Luigi aus Berlin am Lagerfeuer. Er kommt aufs Gymnasium und fürchtet, nur noch in den Ferien Zeit zum Spielen zu haben. So wie es bei einigen Freunden schon lange ist. "Schule bis vier und zwei Stunden Hausaufgaben", sagt er. "Dann hast du doch zu nichts mehr Lust."
"Viele Kinder sind schlecht drauf", sagt Hannah Karl, 12, aus Ladenburg bei Heidelberg. Die Gymnasiastin schreibt in ihrer Schülerzeitung "Tempus" Artikel, warum so wenig Zeit zum Spielen bleibt. "Von meinen fünf besten Freunden", sagt sie, "kann ich mich nur noch mit zweien spontan verabreden. Die anderen kommen sich schon blöd vor, dass sie immer nur absagen müssen, weil sie lernen sollen." Einem Freund habe die Mutter jetzt wegen schlechter Noten sogar das Handballspielen verboten. Wenn Hannahs Großvater erzählt, dass er früher zum Fußballspielen auf den Hof gegangen und immer einer da gewesen sei, sind das Geschichten wie aus einem fremden Land. "Mehr als drei Kinder treffe ich nach der Schule höchstens an einem Geburtstag", sagt Hannah. Dass sie durch die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre noch schneller noch mehr lernen soll, macht sie wütend. "Mich interessiert nicht, ob ich ein Jahr jünger oder älter bin, wenn ich Abitur mache. Die Kindheit gibt es nur einmal."
Ulrich Hauser, in: Stern, Nr. 39, 20.9.2007, S. 64
Kleider machen nicht nur Leute, sondern auch Sport-Mannschaften. Schmuck sehen sie seit dieser Woche aus, die Jungen von der Volleyball-A-Jugend des halleschen Polizeisportvereins (PSV). Jürgen Dittrich und Andreas Hübler vom Reiseveranstalter Jugendtours haben die Nachwuchssportler mit einem neuen Trikotsatz eingekleidet. Die Zusammenarbeit zwischen dem PSV und Jugendtours währt seit langem und trägt - auch dank der Unterstützung durch Werbung - Früchte. „Allein in den letzten Jahren entstanden drei neue Jugendmannschaften“, freut sich Pascal Berger , der beim PSV die jungen Volleyballer betreut. Wer beim PSV mitmachen will, ist willkommen. Kinder- und Jugendliche ab fünf Jahren können sich immer dienstags, 16.30 Uhr, oder mittwochs, 16 Uhr, in der Sporthalle der Robert-Koch-Schule in der Zeitzer Straße in der Silberhöhe melden.
Michael Deutsch, in: Mitteldeutsche Zeitung, 12.4.2008
„Halle an Salle“ heißt die Kinderstadt auf der Peißnitzinsel in Halle an der Saale. Fünf Wochen lang steppt da der Bär. Bank, Kraftwerk, Standesamt und vieles mehr gibt es. Polizei und Arbeitsamt sind abgeschafft. Hier arbeitet jeder für „Hallörchen“ und zahlt Steuern. Das ist für alle gleich. Verstöße gegen die Stadtordnung werden geahndet. Stadtleben pur. […] Seit 2002 lockt die Kinderstadt „Halle an Salle“ alle zwei Jahre, also zum vierten Mal. Initiator ist das Thalia-Theater in Halle, das auf viele Partner setzt. Die Kosten von 170 000 Euro werden von der Stadt, dem Land, von Stiftungen, Sponsoren und Spendern aufgebracht. „180 Firmen helfen schnell und unbürokratisch.“ „Unsere Kinderstadt will kein Disneyland sein, auch kein Spiegel der Erwachsenenwelt“, sagt der Sozialpädagoge Andreas Keim, der beim Thalia-Theater für Projekte angestellt ist. „Kinder lösen Probleme oft anders als Erwachsene: einfacher, direkter, schneller.“ […] Ohne die fleißigen Helfer wären die Organisatoren aufgeschmissen. Projektpartner „juTOU“, ein hallesches Reisebüro, bietet Schulklassen Tagesfahrten an. „Hin- und Rückfahrt mit Bus, Eintritt in die Kinderstadt, warmes Mittagessen, ganztägige Betreuung und Versicherung für einen Preis ab 14 Euro“, wirbt der Projektleiter. „Unsere Bewohner auf Zeit kommen aus ganz Sachsen-Anhalt.“ […]
Dana Micke, in: Magdeburger Volkstimme, 28.6.2008