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Online-Reiseführer zur Klassenfahrt Brüssel

Kurz das Wichtigste

Kurz das Wichtigste

Brüssel, als Hauptsitz der Nato und der Europäischen Union die "Hauptstadt Europas", hat nie aufgehört, auch die Haupt- und Residenzstadt des belgischen Königreiches zu sein. Im Mittelalter ein Handelsposten der burgundischen Niederlande, gehörte Brüssel seit 1477 zum Habsburgerreich, von 1795 bis 1815 zu Frankreich und bis 1830 zu den Niederlanden. 1830 wurde Brüssel zur Hauptstadt von Belgien erhoben, als sich das Land nach einem Volksaufstand vom Vereinigten Königreich der Niederlande abspaltete. So feiert die Stadt im Jahr 2010 ihren 180. Geburtstag als Hauptstadt des unabhängigen Landes.

Klein und überschaubar drückte das Königshaus mit seinen Palästen und Parks der Stadt an der Senne den Stempel auf. Das zunächst aus einer Ansammlung von Dörfern bestehende, als eher langweilige Beamtenstadt angesehene Brüssel hat sich heute zu einer Business-Metropole mit Universitäten, Hochschulen, Akademien sowie Bibliotheken und zu einem boomenden Umschlagplatz für Waren und Dienstleitungen gemausert. Die Stadt ist offen und kosmopolitisch geworden. Da es keine klare Trennung zwischen Reichtum und Armut im Stadtbild gibt, offenbart sich der Kontrast zwischen extremem Reichtum und vernachlässigten Gebieten dem Besucher relativ schonungslos.

Die Anziehungspunkte für Besucher sind der Grote Markt/Grand Place mit dem Rathaus und den 33 kunstvoll verzierten Zunfthäusern, das kleine, unscheinbare Manneken Pis in der Altstadt, das Atomium, als Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958, die Schätze belgischer Malerei von Breughel, van Dyck, Rubens bis Delvaux und Magritte in den berühmten Museen und die Kunst in der Metro. Brüssel ist auch eine Metropole des Jugendstils mit rund 500 noch erhaltenen Art-Nouveau-Gebäuden. Wichtige Gebäude des Europaviertels sind das Berlaymont-Gebäude in dem die Europäische Kommission ihren Hauptsitz hat, das Justus-Lipsius-Gebäude, dem Sitz der europäischen Union und das Europäische Parlament.

Die vielen Parks Brüssels - rund 14 Prozent des Stadtgebietes sind Grünflächen - laden zum Entspannen und Verweilen ein. Neben einem reichen Besichtigungsprogramm erwarten den Besucher auch ein vielfältiges Kultur- und Musikangebot und gute Shopping-Möglichkeiten. Mit Tim und Struppi, Gaston Lagaffe, Lucky Luke und anderen Comic-Helden ist Brüssel das Zentrum des Comics. Außerdem gilt Brüssel mit seinen zahlreichen Sterne-Restaurants als Hauptstadt der Gourmets und des feinen Essens. Das Umland lädt zu interessanten Ausflügen ein.

Brüssel hat circa 1,1 Millionen Einwohner. Es gehört zu den multikulturellsten Städten Europas. Die Region Brüssel ist ein mehrsprachiges Gebiet mit zwei offiziellen Amtssprachen, Französisch und Niederländisch.

Letzte Änderung: 24.02.2019

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Einreise, Ankunft und Verkehr

Einreise

Für Deutsche besteht Visumfreiheit für einen unbegrenzten Aufenthalt. Deutsche benötigen zur Einreise nach Belgien einen gültigen Reisepass oder Personalausweis.

Fremdenverkehrsämter

30, rue Saint-Bernard/Sint-Bernardusstraat, 1060 Brüssel. Tel.: (02) 504 02 80, E-Mail: info@walloniebruxellestourisme.be.
Fremdenverkehrsamt für Brüssel und die Wallonie.
Internet: www.opt.be.

Cäcilienstraße 46, 50667 Köln. Tel.: (0221) 27 75 90, Fax: (0221) 27 75 91 00, E-Mail: info@belgien-tourismus.de.
Internet: www.belgien-tourismus.de.

Anreise

Brüssel hat ein gut ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel bestehend aus U-Bahn (Metro), Straßenbahnen (Tram) und Bussen, betrieben von den Brüsseler Verkehrsbetreiben, der Société des Transports Intercommunaux Bruxellois (STIB, oder flämisch MIVB).

Tram- und Busstationen werden durch rote bzw. weiße Schilder ausgewiesen. Alle Straßenbahn- und Bushaltestellen sind Bedarfshaltestellen an denen man dem Fahrer rechtzeitig ein deutliches Handzeichen geben sollte, um das Mitfahren anzuzeigen. Zum Aussteigen aus Tram oder Bus muss erst die Haltetaste (blau oder schwarz) gedrückt werden.
Nachts zwischen etwa 0.30 und 5.30 Uhr wird der Nahverkehr komplett eingestellt. Freitag- und Samstagnacht jedoch verkehren 17 Nachtbuslinien bis 3 Uhr. Der zentrale Abfahrtspunkt ist der Place De Brouckère.

Metro, Tram und Busse können mit dem selben Ticket genutzt werden. Fahrkarten sind an Schaltern in Metrostationen, an Automaten, an STIB Information Points, in Zeitungsläden und im Tourismusbüro erhältlich. In Bussen und Trams kann man die Tickets auch im Fahrzeug direkt beim Fahrer kaufen (unbedingt Kleingeld bereithalten, keine großen Scheine). Ein Einzelfahrschein berechtigt zu einer einstündigen Fahrt, unabhängig von Verkehrsmittel oder Richtung.

Tarife
Einzelfahrschein (MOBIB) gültig für STIB 1,60 Euro
Einzelfahrschein (JUMP) gültig für De Lijn, TEC und SNCB 1,80 Euro, im Fahrzeug 2 Euro
Aller-Retour Hin- und Rückfahrkarte (innerhalb 24 Stunden), aber nicht für die Fahrten zum Flughafen 3,30 Euro
Karte für fünf Fahrten gültig für STIB, DE LIJN, TEC und SNCB 7,30 Euro
Karte für zehn Fahrten gültig für STIB, DE LIJN, TEC und SNCB 12,50 Euro
Karte für einen Tag (bis 24 Uhr) 4,20 Euro (MOBIB) bzw. 4,50 Euro (JUMP)
Karte für drei Tage 9,20 (MOBIB) bzw. 9,50 Euro (JUMP).

Achtung
Tickets muss man vor dem Einsteigen in die Metro bzw. direkt nach dem Einsteigen in den Bus und in die Tram am Fahrkartenentwerter entwerten. Einmal entwertet ist das Ticket für alle Nahverkehrsmittel inklusive mehrmaligem Umsteigen gültig.

STIB Information Points findet man an den Haltestellen Porte de Namur, Rogier, Roodebeek und Gare du Midi, im Anspach Shopping Centre (Rue de l'Evêque 2) und an der Avenue de la Toison d'Or 14.
Kundeninformation (0,30 Euro/Min), Tel.: 070 23 20 00 (Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa 8-17 Uhr). Internet: www.stib.be.

Brüssel wird direkt von zahlreichen deutschen Flughäfen von der Deutschen Lufthansa und SN Brussels Airlines angeflogen.

Gute Bahnverbindungen gibt es von den größeren deutschen Städten in die belgische Hauptstadt. Bereits über zehn Jahre verkehrt der "Thalys"-Schnellzug mehrmals täglich zwischen Köln und Brüssel. Der Zug erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h, hält nur in Aachen und fährt von Brüssel direkt nach Paris weiter. Die Strecke von Köln nach Brüssel dauert mit dem Thalys gute zwei Stunden. Die Thalys- und Eurocity-Züge halten in Brüssel am Nordbahnhof (Gare du Nord) und Südbahnhof (Gare du Midi).
Infos: ReiseService der Deutschen Bahn, Tel.: 0800 150 70 90, in DB ReiseZentren und im Internet unter www.bahn.de und www.thalys.com.

Eine regelmäßige Fernbuslinie nach Brüssel von zahlreichen deutschen Städten aus unterhält u.a. die Deutsche Touring GmbH/Eurolines, Frankfurter Straße 10-14, 65760, Eschborn, Tel. (0 6196) 207 85 01, E-Mail service@eurolines.de, Homepage www.eurolines.de.

Busse fahren in ganz Brüssel und auch in die außerhalb des Stadtgebietes liegenden Randgemeinden. Es gibt etwa 50 Linien + Nachtbuslinien der Brüsseler Verkehrsgesellschaft STIB, dazu kommen noch Linien von De Lijn und TEC (flämische und wallonische Verkehrsgesellschaft). Die Taktdichte ist hoch, im Berufsverkehr steckt man meist im Stau.

Mit dem PKW ist Brüssel von Süddeutschland über Saarbrücken - Luxemburg - Namur zu erreichen (A4 und E411). Aus nördlicher Richtung gelangt man über Duisburg - Eindhoven - Antwerpen über die A1 und die E19 in die belgische Hauptstadt. Von Westen her wählt man die Route über Aachen - Liège (Lüttich) - Leuven über die A2 und die E40. Die Benutzung der belgischen Autobahnen ist kostenlos. Es besteht aber eine LKW-Maut gemäß Eurovignettensystem. Ab 2013 plant Belgien eine Mautgebühr für ausländische Straßenbenutzer einzuführen - der Ausgang ist noch ungewiss. Die Beschilderung erfolgt je nach Region in Französisch oder Niederländisch, in Brüssel zweisprachig.
Mit dem Auto in die Innenstadt von Brüssel zu fahren, ist für Ortsfremde nicht zu empfehlen. Die belgische Fahrweise und die Verkehrsführung sind oft ungewöhnlich. Zur Rush-Hour von 7 bis 10 Uhr und von 15 bis 18 Uhr bilden sich regelmäßig lange Staus.

Im Innenstadtbereich gibt es wenige Parkplätze, die Parklücken sind oft sehr eng. Es gibt Parkuhren, Parkautomaten oder Anwohnerparkausweise. Beim Abschleppen ist die Polizei nicht zimperlich. Es empfiehlt sich Hotelparkplätze zu nutzen. Für Tagesreisen sind die P&R-Plätze am Stadtrand sinnvoll - man kann dort kostenlos parken und mit Bus, Tram oder Metro stressfrei in die Stadt fahren. Im Zentrum gibt es zahlreiche Parkhäuser, die aber sehr teuer und vor allem samstags voll sind. Ein Tipp sind die Parkhäuser im Europaviertel (fünf Minuten Metrofahrt in die Stadt).
Informationen zu den verschiedenen Parkplätzen im Großraum Brüssel und zur Anzahl der freien Plätze hält die Internetseite http://mobiris.irisnet.be/ bereit.

Flughafen

1930 Zaventem. Tel.: (0900) 700 00 (innerhalb Belgiens, 0,45 Euro/Min.), sonst: Tel.: 02 753 77 53, E-Mail: info@brusselairport.be.
Brüssels internationaler Flughafen liegt 14 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, in der flämischen Gemeinde Zaventem. Er besitzt zwei Terminals (Piers): Pier A = für Flüge innerhalb der Region des Schengener Abkommens; Pier B = für Langstreckenflüge und Flüge außerhalb der Schengen-Region. Etwa 16 Millionen Passagiere werden jährlich betreut.
Anbindung an die City:
Der "Airport City Express", der zwischen etwa 5.15 Uhr und 23.30 Uhr fährt, verbindet im Schnelltempo den Flughafen mit dem Stadtzentrum von Brüssel. Die Züge halten an den Bahnhöfen Brüssel Nord, Brüssel Central und Brüssel Süd/Midi. Fahrpreis: 5,20 Euro inkl. Diabolo-Zuschlag von 2,10 Euro. Der Airport-Bahnhof befindet sich im Flughafen-Untergeschoss (Ebene 1), dort erhält man auch die Fahrscheine. Internet: www.b-rail.be.
Die Airport-Linen der Busgesellschaft MIVB/STIB verbinden den Flughafen alle 20 bis 30 Minuten mit der NATO, dem Schuman-Viertel und dem Bahnhof Gare du Luxembourg, in direkter Nähe der Einkaufs- und touristischen Zentren der Oberstadt. An der Haltestelle Schumann ist der Übergang zur Metro besonders einfach. Betriebszeiten der Busse: Linie 12: Montag bis Freitag etwa 5.40 Uhr bis 19.30 Uhr, Linie 21: Samstag, Sonn- und Feiertage etwa 5.40-23.15 Uhr. Fahrpreis: 3 Euro, 5 Euro bei Ticketkauf im Bus. Internet: www.stib.irisnet.be.
Außerdem fahren Linienbusse der Nahverkehrsgesellschaft De Lijn mit zahlreichen Stopps nach Brüssel: zum Nordbahnhof (Linie 471), zur NATO (Linie 471) und zur Brüssler Metro-Station Roodebeek (Linie 359/659). Der Busbahnhof liegt unter der Ankunftshalle (Ebene 0). Internet: www.delijn.be.
Viele größere Hotels in der Innenstadt bieten einen Shuttle-Service vom Flughafen zum Hotel an.
Mit dem Taxi dauert die Fahrt ins Zentrum von Brüssel etwa 20 Minuten (Preis: 30 bis 40 Euro). Man sollte nur die offiziellen gelb-blauen Wagen benutzen.
Internet: www.brusselsairport.be.

Chemin des Fusilles 1, 6041 Gosselies. Fluginformationen 09 02 02 49, 0E-Mail: bsca@charleroi-airport.com.
Der Flughafen liegt 46 Kilometer südlich von Brüssel und zwei Kilometer nördlich von Charleroi. Bedient wird er hauptsächlich von den Billigfluglinien.
Anbindung an Brüssel:
Es besteht ein Shuttle-Service mit rund 20 Pendelbussen pro Tag zum Südbahnhof in Brüssel. Die Tickets zu 13 Euro (return 22 Euro) werden im Flughafengebäude verkauft. Die Fahrzeit beträgt eine Stunde. Internet: www.voyages-lelan.be.
Des Weiteren verbinden TEC-Busse der Linie A den Flughafen Charleroi in 20 Minuten mit dem Bahnhof Charleroi Sud. Der Zug von Charleroi Sud nach Brüssel braucht etwa 50 Minuten. Internet: www.infotec.be, www.b-rail.be.
Taxis stehen zu jeder Zeit vor dem Flughafengebäude zur Verfügung. Nach Brüssel betragen die Kosten etwa 90 Euro.
Internet: www.charleroi-airport.com.

Brüssel hat mehrere Bahnhöfe, die wichtigsten sind:

Zentralbahnhof (Bruxelles Central/Brussel Centraal): 2, Carrefour de l'Europe/Europa Kruispunt. Schalterzeiten: täglich 6.20-22 Uhr.
Der Hauptbahnhof von Brüssel liegt im Osten des Stadtzentrums, in der Nähe des Grand Place. Mit täglich 140.000 Reisenden ist er der meist-frequentierte Bahnhof in Belgien. Lediglich alle Hochgeschwindigkeitszüge fahren durch und halten nur am Südbahnhof. Mit dem Zentralbahnhof verbunden ist die Station Gare Centrale der Metro Brüssel, die unter dem Marché au bois liegt und von den Linien 1A und 1B bedient wird.

Südbahnhof (Bruxelles Midi/Brussel Midi/Zuid Station): 47b, avenue Fonsny/ Frankrijkstraat. Schalterzeiten: täglich 4-1 Uhr.
Der Bahnhof wurde vor Kurzem renoviert. Er bietet Anschluss an internationale Züge und insbesondere Thalys (Brüssel - Amsterdam, Köln, Paris), Eurostar (Brüssel - Lille - London), TGV (Brüssel - Paris, Lyon, Marseille, Bordeaux) und ICE (Brüssel - Köln - Frankfurt/Main). Brussel Midi hat eine eigene Metrostation: "Gare du Midi/Zuid Station".

Nordbahnhof (Bruxelles Nord/Brussel Noord): 76, rue du Progrès/Vooruitgangsstraat. Schalterzeiten: täglich 6.15-22 Uhr.
Vom Gare du Nord erhält man Zugverbindungen in alle größeren belgischen Städte wie Antwerpen, Gent oder Brügge. Zudem ist der Nordbahnhof wichtiger Halt für Reisebusse, zum Beispiel von Eurolines. Die Prémétro-Linien haben hier ihren Endpunkt (Gare du Nord).

Auskünfte und Reservierungen: Belgische Staatsbahn SNCB, Tel.: 02 528 28 28 (national täglich von 7-21.30 Uhr), internationale Züge (070) 79 79 79. Internet: www.b-rail.be.

Öffentlicher Nahverkehr

Die 1976 eröffnete Metro besitzt sechs Linien, rund 69 Stationen, ein etwa 60 Kilometer umfassendes Streckennetz und ist mit mehreren Tramstationen verbunden. Die Wagen verkehren meist unterirdisch; überirdisch ist die Metro durch ein Schild gekennzeichnet, das ein weißes "M" auf blauem Hintergrund zeigt. Die Linien 1, 5 und 6 verbinden die Vororte mit der Stadt. Im April 2009 wurde der Ring mit den Linien 2 und 6 geschlossen. Die Linien 3 und 4 sind "Premetros", unabhängige Straßenbahnen, die im Zentrum unterirdisch und sonst auf eigenen Trassen fahren. Die Züge sind von etwa 5 Uhr früh bis 1 Uhr nachts in Betrieb und extrem schnell. In weniger als einer halben Stunde ist man am Stadtrand.

Die 20 Straßenbahnlinien erstrecken sich über das gesamte Stadtgebiet und fahren sowohl oberirdisch als auch unter der Erde (z.B. "Premetro"-Linien 3 und 4). Die Bahnen verkehren in der Regel alle zehn Minuten. Man kommt schnell voran, jedoch sind die Züge ständig überfüllt.

Günstige Tickets

Rentabel für Brüssel-Besucher, die bei einem Aufenthalt in der Metropole das kulturelle Angebot genießen wollen, ist die "Brussels Card". Besitzer der Chipkarte erhalten damit in rund 30 Museen der belgischen Hauptstadt freien Zutritt, können die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, und erhalten bis zu 33 Prozent Rabatt in zahlreichen Attraktionen, Restaurants, Läden und Bars. Den Pass gibt es für 24, 48 oder 72 Stunden zum Preis von 24/34/40 Euro. Die "Brussels Card" ist in den teilnehmenden Museen, in Fremdenverkehrsbüros, zahlreichen Hotels und im Internet erhältlich.
Internet: www.brusselscard.be.

Hinweise zum Aufenthalt

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die Kriminalitätsrate in Brüssel ist hoch - vor allem Diebstahl steht an der Tagesordnung. Deshalb sollte man als Tourist "großstädtische" Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Wertsachen lässt man im Hotel, führt nicht mehr Geld als nötig mit. Das lockere Umhängen von Handtaschen ist tabu. Man sollte nicht mit Geld hantieren und auch niemandem Geld wechseln. Praktisch ist Kleingeld in Hosentaschen - dann muss man nicht immer die Geldbörse zücken. Vorsicht vor Taschendieben im Zentrum, in Bahnhöfen und Metrostationen.
Dort, wo man rund um die Innenstadt noch Parkplätze findet (um Nord- und Südbahnhof, im Europaviertel), werden auch oft Wertsachen aus dem Wagen gestohlen. Frisch eingeschlagene Scheiben sind hier ein alltäglicher Anblick. Also kein Gepäck, keine Notebooks, keine Handys und noch nicht einmal CD's im Auto lassen. Handschuhfach und andere Fächer sichtbar öffnen.
Am Abend und nachts ist es ratsam die Umgebung von Nord- und Südbahnhof, den Stadtpark, die Place Anneessens und dunkle Seitenstraßen zu umgehen.


Geld

Währungseinheit ist der Euro. Ein Euro = 100 Cents.

Belgische Euromünzen - nationale Rückseite
Die Belgier haben sich für das Porträt ihres Königs Albert II. entschieden.

EC-Geldautomaten sind weit verbreitet, besonders im Stadtzentren und auf dem Flughafen sind sie zu finden. Kreditkarten werden in größeren Hotels, Restaurants, Geschäften und von Autovermietern akzeptiert.

Montag bis Freitag 9-16 Uhr.

Kommunikation

Die Vorwahl von Deutschland nach Brüssel ist 0032. Die ehemalige Vorwahl von Brüssel (02) ist jetzt Bestandteil der Nummer und muss daher auch innerhalb Brüssels gewählt werden, bei Anrufen aus dem Ausland entfällt jedoch die Null. Nach Deutschland wählt man die 0049, dann die Ortsvorwahl ohne die 0 und die Teilnehmernummer.

Kartentelefone stehen zur Verfügung. Telekarten sind auf Postämtern, an Kiosken, in Bahnhöfen sowie teilweise bei Fremdenverkehrsämtern erhältlich. Bestimmte Apparate können auch mit Kreditkarten bedient werden. Für Auslandsgespräche lohnt sich der Besuch eines Callshops.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Belgien von Telekom Deutschland, E-Plus, O2 und Vodafone.

Öffnungszeiten: in der Regel Montag bis Freitag 9-17 Uhr, samstags 9-12 Uhr. Manche Filialen haben eine Mittagspause. Das Hauptpostamt in Brüssel befindet sich am Boulevard Anspach 1 (Place De Brouckère). Geöffnet: Mo bis Fr 8-18 Uhr, Sa 10.30-16.30 Uhr. Internet: www.post.be.

Internetcafés sind weit verbreitet.

Notdienste

Polizei, Tel.: 101.

Feuerwehr und Krankenwagen, Tel.: 100.

Europäische Notrufnummer: Tel.: 112.

Centre Hospitalier Universitaire/Verplegingscentrum Brugmann
Victor Horta: Place Van Gehuchten 4, 1020 Brüssel (Laeken). Tel.: 02 477 21 11, Tel.: 02 477 20 01 (Notfälle rund um die Uhr).
Paul Brien: Rue du Foyer Schaerbeekois/Schaarbeekse Haardstraat 36, 1030 Brüssel (Schaerbeek). Tel.: 02 477 21 11, Tel.: 02 477 92 25 (Notfälle rund um die Uhr).
Internet: www.chu-brugmann.be.

Centre Hospitalier Universitaire St-Pierre/Universitair Medisch Centrum Sint-Pieter
Rue Haute 322, 1000 Brüssel. Tel.: 02 535 40 55 (Erwachsene Notfälle rund um die Uhr), 02 535 43 60 (Kinder Notfälle rund um die Uhr). Internet: www.stpierre-bru.be.

Médi-Garde (Ärztlicher Notdienst), Boulevard De Smet De Naeyer 578, 1020 Brüssel. Tel.: 02 479 18 18. Internet: www.medi-garde.be.

Zahnärztlicher Notdienst, Tel.: 02 426 10 26.

Apotheken-Notdienst, Tel.: 0900 105 00 (0,50 Euro/Min). Internet: www.servicedegarde.be. Nachtapotheke, Tel.: 070 66 01 60.

Vergiftungszentrale, Tel.: (070) 24 52 45. Internet: www.poisoncentre.be.

TCB - Touring Club Royal de Belgique, Pannenhilfe, Tel.: (070) 34 47 77. Internet: www.touring.be.

RACB - Royal Automobile Club de Belgique, Pannenhilfe, Tel.: 02 287 09 11. Internet: www.racb.com.

Sperr-Notruf
Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Infopunkt Barrierefreies Reisen - Tourismus Flandern. 61, rue du Marché aux Herbes/Grasmarkt, 1000 Brüssel. Tel.: (070) 23 30 50 (Mo bis Fr 10-16 Uhr), Fax: 07 023 30 51, E-Mail: post@accessinfo.be.
Der Infopunkt Barrierefreies Reisen stellt fehlende Informationen zum Thema Reisen mit einer Behinderung bereit. Reisende mit einer Behinderung oder Einschränkung finden beim Infopunkt sorgfältig zusammengetragene Informationen zur Zugänglichkeit verschiedener Reiseziele.
Internet: www.accessinfo.be.

Bruxelles Pour Tous - Brüssel für alle
Touristische Website für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Informationen zur Zugänglichkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln in Brüssel sind hier genauso zu finden wie Adressen zu rollstuhlgerechten Museen, Hotels und Restaurants in der belgischen Hauptstadt. Infos: Tel.: 02 705 03 48, E-Mail: info@bruxellespourtous.be.
Internet: www.bruxellespourtous.be.

Fundbüros

Öffentliche Verkehrsmittel (Metro, Bus, Straßenbahn)
Station de Métro Porte de Namur/Naamsepoort, 1050 Brüssel. Tel.: 02 515 23 94. Geöffnet: Mo, Mi und Fr 12-17.30 Uhr, Di und Do 12-18 Uhr.
Internet: www.stib.be/objects.html?guest_user=guest_fr.

Brussels Airport
Ankunftshalle, Ebene 2. Tel.: 02 753 68 20, E-Mail: lost.objects@brusselsairport.be. Geöffnet: Mo bis Fr 8-16.15 Uhr.

Belgische Staatsbahn SNCB
Depot Central des Objects Trouvers, Carrefur de L Europe 2, Brüssel. Tel.: 02 22 45 91. Internet: www.b-rail.be.

Lokale Zeit

Es gilt die MEZ. In Belgien gilt auch die europäische Sommerzeit.

Feiertage

Feiertage 2017:
1. Januar (Neujahr)
17. April (Ostermontag)
1. Mai (Tag der Arbeit)
8. Mai (Iris Tag)
25. Mai (Christi Himmelfahrt)
5. Juni (Pfingstmontag)
21. Juli (Unabhängigkeitstag)
15. August (Mariä Himmelfahrt)
1. November (Allerheiligen)
11. November (Jahrestag des Waffenstillstandes von 1918)
25. Dezember (Weihnachten)

Wenn Feiertage auf einen Samstag oder Sonntag fallen, werden sie meist am darauf folgenden Werktag nachgeholt. Davon abweichend können einzelne Betriebe andere Kompensationsregelungen bestimmen.
Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August. Der Hauptferienmonat ist der August. Vor Geschäftsreisen in dieser Zeit, sollte eine Terminbestätigung eingeholt werden.

Strom

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Trinkgeld

Eine Bedienungsgebühr ist in Belgien in Hotels und Restaurants inbegriffen; zusätzliches Trinkgeld ist bei Zufriedenheit üblich. Auch der Taxipreis ist einschließlich Trinkgeld, aber man kann den Betrag immer aufrunden. Im Theater/Kino gibt man der Platzanweiserin 0,50 Euro, der Garderobiere 1 bis 2 Euro, in öffentlichen Toiletten etwa 0,50 Euro. Im Frisiersalon zahlt man 20 Prozent des Rechnungsbetrags hinzu, ist der Service nicht inbegriffen.


Gesellschaftliche Verhaltensformen

Die Belgier gelten gemeinhin als konservativ, zurückhaltend und höflich.
Man begrüßt sich mit Händeschütteln, Umarmungen sind nur unter Freunden üblich.

Im Geschäftsverkehr wird auf Pünktlichkeit und korrektes Benehmen Wert gelegt. Visitenkarten sind gern gesehen. Geschäftssprachen sind Französisch oder Englisch.

In den Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen sollte man sich nicht einmischen. Brüssel ist offiziell ein zweisprachiges Gebiet: Französisch und Niederländisch stehen auf der gleichen Stufe.

Gäste sollten auf Pünktlichkeit achten und dem Gastgeber ein kleines Geschenk überreichen.

In einer Konversation ist es nicht üblich persönliche Themen anzusprechen. Das belgische Bier, die belgische Kunst und Architektur sowie Sport (insbesondere Radsport und Fußball) sind gute Themen. Tabu sind Themen wie die Geschichte Belgiens, Politik und Witze über Flamen oder Wallonen.

Rauchen ist am Arbeitsplatz und in allen öffentlichen Gebäuden verboten. Eit Juli 2011 ist die gesamte Gastronomie rauchfrei.

Beste Reisezeit und Klima

Beste Reisezeit

Brüssel ist natürlich an einem freundlichen Sommertag am schönsten. Kultur- und Musikveranstaltungen laufen aber das ganze Jahr über, so dass Brüssel zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist.

Touristische Informationen

Die Stadt kennen lernen

Brüssel sollte man zu Fuß kennen lernen, obwohl es eine weitläufige und hügelige Stadt ist. Die vielen verschiedenen Viertel (Quartiere) bieten jede Menge Sehenswürdigkeiten.

Das Zentrum bilden die mittelalterliche Unterstadt (Altstadt) und die herrschaftliche Oberstadt. In der Unterstadt, zwischen Nord- und Südbahnhof, spielt sich das Geschäftsleben ab. Hier liegen Oper, Börse, der berühmte Brunnen Manneken Pis sowie das "Prunkstück" von Brüssel, der Grand Place/Grote Markt mit seinen grandiosen Bauten. Auf dem Hügel der eleganten Oberstadt, traditionell Heimat der Aristokratie, thronen der Königspalast und weitere prunkvolle Bauten. Den Übergang zwischen Oberstadt und Unterstadt markiert der Kunstberg.
Im Osten schließt sich das EU-Quartier Léopold, mit Leopoldpark und Naturhistorischem Museum, an. Park und Palais du Cinquantenaire mit den Königlichen Museen für Kunst und Geschichte liegen gleich daneben. Im Stadtteil Laeken im Norden von Brüssel steht das Atomium, zu dessen Füßen sich der Bruparck erstreckt. Weitere Attraktionen in Laeken sind der Landsitz und Park der Königsfamilie sowie Notre Dame de Laeken.

Die City von Brüssel kann man auch mit dem Fahrrad entdecken. An 23 Fahrrad-Stationen in der Innenstadt ist es möglich sieben Tage in der Woche, 24 Stunden lang, Stadtfahrräder auszuleihen. Preis: 0,50 Euro für die erste halbe Stunde. Anmeldung an den Automaten oder im Touristenbüro im Rathaus; die Abbuchung erfolgt von der Kreditkarte. Die Leihräder können an jedem "Cyclocity-Leihpunkt" wieder abgestellt werden.

Tipp
Vor der Stadtbesichtigung besorgt man sich am besten einen guten Stadtplan, denn es ist nicht immer einfach, sich in Brüssel zurechtzufinden. Die im Lauf der Jahrhunderte entstandenen und zum Teil bis auf das Mittelalter zurückreichenden Straßen verlaufen bisweilen recht chaotisch. Kostenlose Stadtpläne gibt es in den meisten Hotels sowie beim Fremdenverkehrsamt der Stadt Brüssel am Grand Place/Grote Markt.


Stadtbesichtigungen

8, rue de la Colline/Heuvelstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 77 44, E-Mail: info@brussels-city-tours.com.
Mit den Doppeldeckerbussen der "Visit Brussels Line" können Besucher täglich auf eigene Faust die Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken und je nach Belieben aus- und wieder einsteigen. Informationen sind an Bord vom Band in acht Sprachen erhältlich, auch in Deutsch. Abfahrt ab 10 Uhr am Zentralbahnhof/Gare Central. Tickets gibt es im Bus oder an den Verkaufsstellen: De Boeck (Rue de la Colline/Heuvelstraat), Touristenbüro (Grand Place/Grote Markt), Metro Stationen Porte de Namur, Rogier und Gare du Midi. Das Tagesticket bietet auch Ermäßigungen bei Museen und Sehenswürdigkeiten.
Brussel City Tours bietet außerdem eine 2,5-stündige klassische Stadtrundfahrt mit dem Luxusreisebus.
Internet: www.brussels-city-tours.com.

171, rue de l'Aqueduc 171/Waterleidingstraat, 1050 Brüssel. Tel.: 02 541 03 77, E-Mail: info@itineraires.be.
Wanderungen durch Brüssel auf den Spuren großer historischer Personen, Künstler und Schriftsteller (Breughel, Brel, Tim und Struppi...). Die Führungen werden in der Regel in französischer und niederländischer Sprache durchgeführt. Auf Anfrage sind auch Führungen in Deutsch oder Englisch möglich. Internet: www.itineraires.be.


Oude Watermolen 1, 9300 Aalst. Tel.: 053 70 05 04.
Kleine Kutschfahrten durch das Stadtzentrum von Brüssel. Die Kutschen stehen im Sommer in der Rue Charles Buls/Bulsstraat, in der Nähe des Grand Place/Grote Markt.

84, boulevard d'Ypres/Ieperlaan, 1000 Brüssel. Tel.: 02 218 54 10, Fax: 02 218 54 50. Geöffnet: Mo bis Fr 9-17 Uhr.
Rivertours veranstaltet in den Sommermonaten die verschiedensten Touren. Es gibt in Brüssel Kanal- und Hafenrundfahrten und ab Brüssel diverse Touren über Belgiens Kanäle und Flüsse, sogar Ausflüge nach Antwerpen. Ablegestelle der Schiffe: 6, avenue du Port/Havenlaan.
Internet: www.rivertours.be.


15, rue de Londres/Londenstraat, 1050 Brüssel. Tel.: 02 502 73 55, E-Mail: info@provelo.org.
Auf einer Fahrrad-Führung Brüssel mit dem Velo kennen lernen. Zur Auswahl stehen verschiedene Themen um die Stadt zu entdecken - von Art Nouveau bis Comic Strips. Die Rundfahrten werden von April bis Oktober in Französisch und Niederländisch veranstaltet; für Gruppen auch in Englisch.
Internet: www.provelo.be.

Rathaus, Grand Place. Geöffnet: täglich 9-18 Uhr. Cultural Center Jaques Franck, 94-96 Chausee de waterloo. Geöffnet: Di bis Fr 11-18.30 Uhr, Sa 11-13.30 und 14-18.30 Uhr, So 11-13.30 und 19-22.30 Uhr, E-Mail: info@d-tours.org.
Mit den Audioguide-Touren von "d*tours" lässt sich die Stadt auf eigene Faust entdecken. Mit MP3-Player wandert man allein und in Ruhe durch Brüssel und bekommt interessante Informationen zu den Sehenswürdigkeiten über Kopfhörer geliefert (auch in Deutsch). Dabei hat man die Auswahl zwischen drei Vierteln: Grand Place (Buchung Rathaus), Sainte-Catherine (Buchung nur online) und Marolles (Buchung Cultural Center Jaques Franck). Die Audioguides können beim Fremdenverkehrsamt am Grand Place (Hôtel de Ville) ausgeliehen, bzw. die Touren von der Website direkt auf den MP3-Player geladen werden.
Internet: www.d-tours.org.

47, rue du Houblon/Hopstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 218 38 78, E-Mail: bruksel@skynet.be.
Für ungewöhnliche Entdeckungen fernab der Touristenpfade sorgt der gemeinnützige Verein Brukselbinnenstebuiten. Bei Busrundfahrten oder bei Spaziergängen zu Fuß erfahren die Teilnehmer Interessantes über Gestern und Heute, Stadtplanung und Stadtteilarbeit, über innovative Architektur und Grünanlagen, Einwohner, Verkehr oder Land- und Stadtflucht.
Internet: www.brukselbinnenstebuiten.be.

Sehenswürdigkeiten

Grand Place 10/Grote Markt, 1000 Brüssel. Tel.: 02 511 49 87, E-Mail: belgian.brouwers@beerparadise.be. Geöffnet: täglich 10-17 Uhr. Metro: Gare Centrale.
Die berühmte Tradition des belgischen Bieres wird im Brauereimuseum des Belgischen Brauereiverbandes (CCB) lebendig dargestellt. Der Besucher kann hier Werkzeuge, Brau- und Gärbottiche, Würzepfannen und alle sonstigen Geräte einer Brauerei aus dem 18. Jahrhundert genauso kennen lernen, wie ein Zentrum der neusten Brautechnologie. Eine Bierprobe ist im Eintrittspreis eingeschlossen.
Internet: www.beerparadise.be.

29, rue Vautier/Vautierstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 627 42 38 (24 Stunden), Reservierung Tel.: 02 627 42 34, E-Mail: info@sciencesnaturelles.be. Geöffnet: Mo bis Fr 9.30-17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, während der Schulferien Di bis So 10-18 Uhr. Metro: Trône, Maalbeek.
Das Naturwissenschaftliche Museum bietet mit dem Charme des 19. Jahrhunderts die Technologie des 21. Jahrhunderts. Eine auf der Welt einmalige Sammlung an riesigen Fossilien, Walskeletten, Muscheln, Mineralien und Mondsteinen ist hier zu sehen. Des Weiteren gehört zum Museum ein Vivarium, wo man lebende Vogelspinnen und anderes exotisches Getier erleben kann. Die interessanteste Attraktion des Museums bleibt jedoch Europas größte Dinosauriergalerie mit den berühmten Iguanodonten-Skeletten von Bernissart und einem Paläontologie- und Geologielabor für Kinder.
Internet: www.sciencesnaturelles.be.

9/11, rue de la Tête d'Or/Guldenhoofdstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 514 20 48, E-Mail: info@mucc.be. Geöffnet: Di bis So 10-16.30 Uhr, Juli und August täglich 10-17 Uhr. Metro: Bourse, Gare Centrale.
In einem Land wo jeder Einwohner durchschnittlich 8,3 Kilogramm Schokolade pro Jahr konsumiert, darf man nicht überrascht sein, ein Schokoladenmuseum zu finden. Gezeigt wird auf drei Stockwerken die Entwicklung der Schokolade von der Entdeckung des Kakaos und seiner Ankunft in Europa bis zur Erstellung der berühmten Brüsseler Pralinen. Im Kellergewölbe demonstriert ein Schokoladen-Meister, wie aus der flüssigen Schokolade dank zahlreicher Kunststoffformen Pralinen kreiert werden. Während des Besuchs kann man Schokolade kosten und für die wahren Schokoladenliebhaber gibt es einen Verkaufsstand.
Internet: www.mucc.be.

Sehenswerte Gebäude

Grand Place/Grote Markt, 1000 Brüssel. Kostenlose Führungen ohne Anmeldung Tel.: 02 548 04 47, Geführte Touren mit Anmeldung Tel.: 02 279 43 50, E-Mail: musea@brucity.be. Geöffnet: Mo bis Fr 9-17 Uhr, die Innenräume sind nur mit Führung zugänglich. Kostenlose Führungen durch das Rathaus (Anmeldung bis 15 Minuten vor der Führung): Mi um 13 Uhr (Niederländisch), um 14 Uhr (Französisch), um 15 Uhr (Englisch), So 11 und 16 Uhr (Niederländisch), 10 und 14 Uhr (Englisch), 12 und 15 Uhr (Französisch).
Metro: Gare Centrale, Bourse.
Das Brüsseler Rathaus ist sicher das schönste des Landes. Nicht nur wegen seiner unzähligen Skulpturen, die die reich durchfensterte Fassade schmücken, sondern auch wegen der fein abgestimmten Proportionen und der unvergleichlichen Schönheit seines 90 Meter hohen Turms, auf dessen Spitze der Erzengel Michael thront. Der erste Stein dieses prunkvollen, gotischen Bauwerks wurde im Frühjahr 1402 gesetzt. Bei der Bombardierung der Stadt durch Marschall de Villeroy im Jahre 1695 fiel das Rathaus den Flammen zum Opfer. Später wurde es aus den Ruinen vollständig wieder aufgebaut und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild.
Gegenwärtig enthält das Rathaus eine wichtige Sammlung von Kunstwerken, insbesondere von wertvollen Brüsseler Wandteppichen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Allerdings handelt es sich nicht um ein Museum, da in dem Gebäude auch heute noch ein Teil der kommunalen Dienste untergebracht sind (die Büros der Beigeordneten des Bürgermeisters, das Gemeindesekretariat, der Protokolldienst usw.). Alle Säle der ersten Etage werden nach wie vor täglich benutzt, sei es für Sitzungen, Empfänge oder für Trauungen.

Internet: www.brucity.be.

60, rue Wiertz/Wiertzstraat, 1047 Brüssel. Tel.: 02 284 34 57, Fax: 02 284 35 30. Metro: Maelbeek, Trône.
Das Europäische Parlament möchte einer breiten Öffentlichkeit die Gelegenheit geben, das Parlament und seine Tätigkeit kennen zu lernen, und empfängt sowohl Einzelpersonen als auch organisierte Gruppen. In Brüssel gibt es Audioführungen für Einzelpersonen und während der Tagungen die Möglichkeit, an einer Plenarsitzung teilzunehmen.

Kostenlose Audioführungen im Plenarsaal des Europäischen Parlaments finden statt: Montag bis Donnerstag um 10 Uhr und 15 Uhr, Freitag um 10 Uhr. Termine für eine Teilnahme an einer Plenarsitzung des EP findet man im Tagungskalender. Führungen während der Tagungen des EP in Brüssel sowie an offiziellen Feiertagen und arbeitsfreien Tagen sind nicht möglich. Vorabreservierungen können nicht vorgenommen werden, man sollte sich 15 Minuten vor Beginn der Führung am Besuchereingang (Paul-Henri Spaak Gebäude, Rue Wiertz) einfinden. Die Führungen sind kostenlos und werden in allen Amtssprachen der EU durchgeführt (außer in Maltesisch). Besucher müssen mindestens 14 Jahre alt sein. Reisepass, Personalausweis oder Führerschein sind zu Registrierungszwecken mitzubringen.

Hinweise für behinderte Besucher
Informationen werden unter Tel.: 02 283 22 22, E-Mail: parlamentarium@europarl.europa.eu erteilt. Ein rollstuhlgerechter Zugang ist gewährleistet. Auf dem Multimedia-Guide können Videos in Gebärdensprache auf Englisch, Französisch, Deutsch und Niederländisch abgerufen werden. Zudem wird für hörgeschädigte Besucher eine spezielle einstündige Besichtigungstour angeboten. Das gesamte Zentrum ist mit Induktionsschleifen ausgestattet. Blindenhunde sind gestattet.
Internet: www.europarl.europa.eu.

Avenue du Parc Royal/Koninklijke Parklaan, 1020 Brüssel. Tel.: 02 551 20 20. Geöffnet: Schloss: für die Öffentlichkeit nicht zugänglich; Gewächshäuser: jährlich zwei Wochen im April/Mai (die genauen Besuchszeiten sind beim Fremdenverkehrsamt Brüssel zu erfragen). Tram 23, 52 bis Araucaria.
Im Norden Brüssels ist das Schloss von Laken/Laeken seit 1831 der Wohnsitz des belgischen Königs. Der klassizistische Palast geht auf Erzherzogin Marie Christine und ihren Gemahl den Herzog Albert von Sachsen-Teschen zurück, die unter der österreichischen Herrschaft Statthalter der Niederlande waren. Später ging das Schloss in den Besitz von Leopold I. von Belgien über, dessen Sohn Leopold II. das Schloss erweiterte und die berühmten Jugendstil-Gewächshäuser im Park erbauen ließ. Ende April/Anfang Mai sind diese der Öffentlichkeit zugänglich. In dem traumhaften Komplex aus Eisen und Glas gedeihen Farne, Palmen, Bananenstauden, Orchideen, Kamelien, Azaleen und Gummi- und Zimtbäume, die Königin Paola persönlich hegt. Am Rand der ausgedehnten Privatdomäne liegen der Chinesische Pavillon und der Japanische Turm, die Leopold II. seinerzeit importierte und mit Kostbarkeiten aus beiden Ländern füllte. Heute gehören sie zum Königlichen Museum für Kunst und Geschichte (siehe Musées d' Extrême-Orient).
Internet: www.monarchie.be.

Place des Palais/Pleizenplein, 1000 Brüssel. Tel.: 02 551 20 20. Geöffnet: jährlich von Ende Juli bis Anfang September. Metro: Trône; Tram 92, 93, 94 Royale.
Gegenüber dem Palast der Nationen liegt im Zentrum von Brüssel das Königliche Palais. Neben den Arbeitszimmern des Königs und der Königin und den Appartments für ausländische Staatsgäste befinden sich hier auch die Prunksäle, in denen die großen Empfänge veranstaltet werden. Der König selbst wohnt im Schloss im Stadtteil Laeken.
Während der Sommermonate ist das Palais traditionsgemäß für Besucher geöffnet. Dann hat man Zugang zu den monumentalen Sälen, Korridoren und Treppen, wobei der prächtige Thronsaal und der Spiegelsaal von besonderem Interesse sind. Hinter der Steinmauer, die den Palast umgibt, kann man die königliche Garde sehen, die allerdings nicht so farbenprächtig ist, wie die anderer europäischer Länder; die Wachablösung findet täglich um 14.30 Uhr statt.
Internet: www.monarchie.be.

5, rue des Francs/Frankenstraat, 1040 Brüssel. Tel.: 02 733 86 84, E-Mail: info@cauchie.be. Geöffnet: am ersten Wochenende im Monat 10-13 Uhr und 14-17.30 Uhr. Metro: Mérode.
Ein riesiges kunstvolles Sgraffito, das die Allegorien der Künste darstellt, bildet die Fassade des Cauchie-Hauses, das als eines der schönsten Art-Nouveau-Gebäude in Brüssel gilt. Der Maler und Innenarchitekt Paul Cauchie (1875-1952) entwarf das nur sechs Meter breite Haus selbst, als "Nest" für sich und seine Familie. Gemeinsam mit seiner Frau Lina prägte er das Haus mit vielfältigen Werken und setzen dabei das Prinzip eines Gesamtkunstwerkes um. Im Erdgeschoss befinden sich heute die Zimmer mit Original-Mobiliar; im Keller das Atelier mit Malereien von Paul und Lina Cauchie, Fotos und Original-Dokumenten.
Internet: www.cauchie.be.

Rue Marché aux Herbes/Grasmarkt, 1000 Brüssel. Geöffnet: ganzjährig rund um die Uhr. Metro: Gare Centrale.
Mit über 213 Metern Länge unter einem hohen Glas- und Stahldach gehören die St. Hubertus Galerien zu den größten überdachten Geschäftsstraßen in Europa, und zugleich zu den prächtigsten. Die unter Denkmalschutz stehende Passage im Florentiner Rennaissancestil aus dem 19. Jahrhundert bietet auch bei schlechtem Wetter Shoppingvergnügen der allerfeinsten Art. Neben edlen Boutiquen, Buchhandlungen und Luxusjuwelieren reihen sich elegante Cafés, Restaurants und Theater aneinander.
Internet: www.galeries-saint-hubert.com.

Place Poelaert/Poelaertplein, 1000 Brüssel. Tel.: 02 508 65 11, E-Mail: infodesk@regierdergebouwen.be. Geöffnet: Empfangshalle: Mo bis Fr 9-15 Uhr. Metro: Louise.
Der von Joseph Poelaert entworfene Kolossalbau (1866-1883) auf dem Galgenberg prägt die Innenstadt von Brüssel wie kein zweites Bauwerk. Der Koloss mit gigantischen Ausmaßen verfügt auf einer Fläche von 26.000 Quadratmetern über 27 Gerichtssäle, 245 Räume, acht Bibliotheken und 80 Archive und ist einer der größten Monumentalbauten Europas. In seinen labyrinthartigen Gängen kann man sich leicht verlaufen. Die 100 Meter hohe Kuppel ist mit Figuren geschmückt, die Gerechtigkeit, Gesetz, Macht und Gnade darstellen. Vom Vorplatz des Palastes genießt man eine weite und herrliche Aussicht auf den westlichen Teil der Stadt. Die Eingangshalle gilt als origineller Treffpunkt. Links davon geht es mit einem gläsernen Aufzug hinab in die Marollen.
Internet: www.buildingsagency.be.

266, chaussée de Haecht/Haachtesteenweg, 1030 Brüssel. Tel.: 02 215 66 00, E-Mail: info@autrique.be. Geöffnet: Mi bis So 12-18 Uhr. Tram 92, 93 Saint-Servais oder 90 Robiano.
Victor Hortas erstes bedeutendes Gebäude und wichtiger Bestandteil des Brüsseler Architekturerbes ist das Autrique-Haus aus dem Jahr 1893. Unter Anleitung von François Schuiten und Benoît Peeters - beide wohlbekannt in der Welt des Comic - wurde das Haus in den 1990er-Jahren sorgfältig renoviert und eingerichtet. Nun bietet es einen guten Einblick in den Wohnstil der damaligen Zeit. Anschließend lohnt ein Spaziergang durch die Avenue Louis Bertrand, wo sich imposante Fassaden aneinanderreihen.
Internet: www.autrique.be.


Monumente

Rue du Chêne - Rue de l'Etuve/Stoofstraat - Eikstraat, 1000 Brüssel. Metro: Bourse.
Die berühmte Brunnenfigur eines urinierenden Knaben ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Auch unter dem Namen "Petit Julien" bekannt, hat die nur 61 Zentimeter große Statue die Herzen von Menschen auf der ganzen Welt erobert. Viele schicken dem kleinen Kerl Kleider - eine Tradition, die 1698 vom bayerischen Kurfürsten begründet wurde. Seine Kleidersammlung zählt mittlerweile rund 800 Uniformen und Dekorationen; die im Musée de la Ville de Bruxelles (Stadtmuseum/Maison du Roi) am Grand-Place bewundert werden kann. Während der Saison wird seine Garderobe täglich gewechselt; an besonderen Anlässen oder Feiertagen wird er entsprechend gekleidet: so trägt er am Jahrestag der Befreiung Brüssels eine Uniform des belgischen Armeekorps, das zuerst in der Stadt einzog; am Todestag des King of Rock'n'Roll verwandelt sich Manneken Pis in Elvis.
Internet: www.bruxelles.be/artdet.cfm/4328.

Square de l'Atomium/Atomiumsquare, 1020 Brüssel. Tel.: 02 475 47 75, E-Mail: info@atomium.be. Geöffnet: täglich 10-18 (saisonale Unterschiede). Der Ticketschalter schließt um 17.30 Uhr. Metro: Heysel.
Das begehbare Modell eines 165milliardenfach vergrößerten Eisenkristallmoleküls steht nach Jahren der Verwahrlosung und einer nachfolgenden Renovierung seit 2006 komplett runderneuert wieder für jedermann offen. In den neun Kugeln mit jeweils 18 Metern Durchmesser, die durch Stahlstreben miteinander verbunden sind, sind Ausstellungen und Filme zu sehen. Eine der Kugeln wurde speziell für Kinder eingerichtet und Schulklassen können dort sogar übernachten. Ein Aufzug bringt die Besucher in 25 Sekunden zur obersten Kugel des Atomiums. Dort befinden sich ein Restaurant sowie die Aussichtsplattform. Mehrere moderne Computerschirme zeigen und erklären hier im Detail, was in der Ferne zu sehen ist.
Neben dem Manneken Pis ist das Atomium, das anlässlich der Weltausstellung im Jahr 1958 erbaut wurde, das zweite Wahrzeichen Brüssels.
Internet: www.atomium.be.

Plätze und Stadtviertel

Rue de la Régence/Regentschapstraat, 1000 Brüssel. Metro: Gare Centrale.
Brüssels aristokratisch geprägtes Stadtviertel Sablon ist am Hang zwischen Unterstadt und Oberstadt, südlich des königlichen Viertels, gelegen. In den Straßen und auf den Hauptplätzen findet man nicht nur alte Handwerkshäuser, sondern auch ultraschicke Boutiquen, Galerien, Antiquitätenläden und Schokoladengeschäfte von namhaften Chocolatiers wie Wittamer, Marcolini, Neuhaus, Godiva und Côte d'Or. Die edlen Restaurants und zahlreichen Straßencafés sind sowohl tagsüber als auch abends sehr beliebt. Auf dem oberen Teil des Place du Grand-Sablon, der bereits im 15. Jahrhundert als Marktplatz genutzt wurde, zieht am Wochenende ein Trödel- und Antiquitätenmarkt Neugierige an. Die Église Notre-Dame du Sablon ist ein sehr schönes Beispiel des spätgotischen Stils. Ihr gegenüber ist der Petit Sablon eines der lauschigsten Plätzchen der Stadt.
Internet: www.sablon-bruxelles.com.

Métro: Louise, Porte de Hal.
In den Marollen, dem Viertel des einfachen Volks, ist immer etwas los - das Viertel ist verrückt und durchgeknallt. Brüsseler Urtypen und Immigrantenfamilien aus Nordafrika sind im Schatten des mächtigen Justizpalastes genauso zu Hause, wie Künstler, Designer und Yuppies. Im 16. Jahrhundert lebte hier in der Rue Haute 132 auch der Meister altniederländischer Genremalerei, Pieter Breughel d. Ä. Wer morgens im Viertel unterwegs ist, der sollte den bunten Trödelmarkt auf dem Place du Jeu de Balle/Vossenplein besuchen. Hier findet man auch die letzten Kneipen der Stadt, in denen noch der alte Brüsseler Dialekt gesprochen wird, ein unverständliches Gemisch aus Wallonisch, Flämisch und Spanisch. Benannt wurde das Viertel nach den Schwestern der Marianischen Kongregation, die im 17. Jahrhundert angetreten waren, um vor Ort Dirnen und Säufer zu bekehren.

Metro: Trône; Tram 92, 93, 94 Royale.
Der elegante Königliche Platz wurde 1774 bis 1780 im Stil Ludwigs XVI. angelegt. Er ist neben dem Place des Martyrs das bemerkenswerteste neoklassizistische Ensemble von Brüssel und wurde unter österreichischer Herrschaft konzipiert. Durch seine nach außen abgeschlossene Form waren große Umzüge möglich und die Hofsleute konnten sich frei bewegen. In der Mitte des Platzes thront die Statue von Gottfried von Bouillon der seit 1848 den Baum der Freiheit ersetzt, der 1794 von den französischen Revolutionären anstelle der Statue von Karl von Lothringen gepflanzt worden war. Durch eine der Winkelarkaden gelangt man auf den Museumsplatz.

Metro: Gare Centrale.
Der Große Markt von Brüssel ist Mittelpunkt der Stadt und umumgänglich. Als einer der schönsten Plätze Europas wird er von 38 Zunfthäuser mit fantasievollen Barock- und Renaissance-Giebeln gesäumt und vom spätgotischen Rathaus dominiert. Bereits im 11. Jahrhundert war hier das Zentrum der Stadt. Der Grote Markt war Schauplatz aller großer Versammlungen, von Turnieren und öffentlichen Hinrichtungen. Heute ist er die größte Touristenattraktion von Brüssel mit zahlreichen Straßencafés und Restaurants, von deren Terrassen man einen schönen Blick auf die prunkvollen Fassaden hat. Im Juli endet auf dem Grand Place der sogenannte Ommegang, eine Prozession in historischen Kostümen, die bereits seit Mitte des 14. Jahrhunderts stattfindet. Alle zwei Jahre wird auf dem Großen Markt ein großer Blumenteppich ausgebreitet. Der Grand Place wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
Internet: www.ilotsacre.be.


Metro: Bourse.
Dieser Teil des Stadtzentrums, ein volkstümliches Viertel mit seit mehreren Generationen existierenden Fachgeschäften, war bis vor kurzem bei den Brüsselern selbst in Vergessenheit geraten. Künstler, Kreative und ein buntes Volk, auf der Suche nach einer erschwinglichen Wohnung, machten das Viertel allmählich zu einer der gesuchtesten Adressen der Hauptstadt. Heute ist den Brüsselern die Rue Dansaert, was den Antwerpenern das Modezentrum an der Nationalestraat ist: eine schicke Meile mit Designerläden, Cocktailbars, trendy Restaurants und Brüssels Künstlerschickeria. Auch in den umliegenden Straßen und Plätze zwischen Börse und Nouveau Marché aux Grains/Nieuwe Graanmarkt haben sich Boutiquen mit Avantgarde-Mode und Ateliers niedergelassen.


Parks und Anlagen

Rue Royale/Koningsstraat, 1000 Brüssel. Metro: Parc.
Gegenüber dem Palais Royal gelegen, ist der Parc de Bruxelles eine der größten Grünflächen in Brüssel. Er bietet Erholung von der Hektik der Stadt und eignet sich zum Relaxen. Jung und Alt treffen sich hier bei schönem Wetter. Der Ursprung des Parks geht bis auf das 11. Jahrhundert zurück, als auf dem heutigen Gelände ein Schloss mit anschließendem Wildreservat stand. Seine von zahlreichen Statuen gesäumten Wege bieten herrliche Perspektiven und führen immer wieder an erfrischenden Springbrunnen vorbei. Im Sommer finden regelmäßig Konzerte im Musikpavillon statt. Durch eine erstaunliche Besonderheit zeichnet sich der Graben zu beiden Seiten des mittleren Eingangs aus. Über die gesamte Länge seiner Stützmauer sind die Buchstaben V.I.T.R.I.O.L. angebracht. Eine Kurzform für einen alten Lehrsatz der Alchemie (zu Deutsch: Besuche das Innere der Erde, durch Läuterung wirst du den verborgenen Stein finden"). Es wird vermutet, dass sich Karl von Lothringen, der Großmeister des Deutschritterordens, mit intensiven Forschungen zum geheimnisvollen Stein der Weisen beschäftigte.


Avenue des Nerviens/Nerviërslaan, Avenue de la Renaissance/Renaissancelaan, 1000 Brüssel. Metro: Mérode, Schuman.
Der Parc du Cinquantenaire ist mit seinen 37 Hektar recht groß und beliebter Erholungsort der Brüsseler. Man kann richtig gut ausspannen oder auf den schönen Wegen spazieren oder joggen. Im Park selber befindet sich ein Komplex von Gebäuden und der mächtige Triumphbogen von 1905, in dessen angrenzenden Hallen sich heute Museen befinden: das Autoworld Museum, das Königliche Museum für Kunst und Geschichte sowie das Königliche Armeemuseum. In der Nordwest-Ecke des Parks liegt die Große Moschee, daneben der "Pavillon der menschlichen Leidenschaften" des Jugendstilkünstlers Victor Horta. Dieser erste Bau Hortas umschließt ein gewaltiges Marmorrelief von Jef Lambeau, dessen Kühnheit und Sinnlichkeit die Gemüter zur Entstehungszeit schockierten.


Boulevard de Centenaire/Eeuwfeestlaan, 1020 Brüssel. Tel.: 02 474 13 13, Infoline Tel.: 02 478 26 75, E-Mail: info@minieurope.eu und reservation@minieurope.eu. Geöffnet: Ende März bis Anfang Januar (Öffnungszeiten variieren; im Sommer an den Wochenenden auch nachts geöffnet). Metro: Heysel.
In der Miniaturlandschaft Mini-Europe am Fuß des Atomiums kann man auf einer Entdeckungsreise von Griechenland nach Großbritannien gelangen und rund 350 im Maßstab 1:25 genau nachgebaute Bauwerke des Alten Kontinents in Augenschein nehmen - vom Brandenburger Tor in Berlin bis zum Schiefen Turm von Pisa. Ergänzt wird Mini-Europa durch Informationstafeln zu den Ländern und ausgewählten Animationen, wie den Fall der Berliner Mauer oder den Ausbruch des Vesuv.
Internet: www.minieurope.com.

3, Avenue du Football et du Championnat/Voetbal en Kampioenschapslaan, 1020 Brüssel. Tel.: 02 478 43 20, E-Mail: info@oceade.be. Geöffnet: im Sommer von 10-21 Uhr, im Winter bis 18 Uhr, Wochenenden bis 21 Uhr. Metro: Heysel.
Subtropischer Wasservergnügungspark mit dem wärmsten Strand des Landes. Elf Rutschbahnen, verschiedene Formen von Wasseranimationen, Saunas sowie Dampbäder. Die neueste Attraktion ist die Rutschbahn "Anaconda", die größte Rutsche in den Beneluxländern.
Internet: www.oceade.be.

Kurioses

Die Metro in Brüssel ist nicht nur ein reines Fortbewegungsmittel, sondern auch eine riesige Kunstgalerie. 59 Haltestationen wurden von belgischen Künstlern mit Mosaiken, Skulpturen, Comicbildern und emaillierten Wandkeramiken verschönert. Dabei ist jede Station anders. An der Metro-Station Beurs/Bourse ist mit einem Gemälde von Paul Delvaux sicherlich das Highlight der unterirdischen Kunst vertreten. Das Brüsseler Fremdenverkehrsamt hält einen Führer zur Besichtigung der "Kunst im Untergrund" bereit.
Internet: www.stib.be/kunst-metro-art.html?l=en.

Der Comic Walk in Brüssel ist einzigartig in Europa. Auf einer etwa sechs Kilometer langen Route lässt sich die so genannte "neunte Kunst" hautnah erleben. In Übergröße sind rund 30 Hauswände mit dem Konterfei der Comic-Figuren geschmückt. In der rue de l'Etuve sieht man die Comichelden Tim, Struppi und Kapitän Haddock von Hergé an einer Hausfassade und Lucky Luke von Morris begegnet einem auf einer Hauswand in der rue de la Buanderie. 1991 entwickelte sich die Idee zu diesen so genannten "Murales" und die ersten Wandmalereien wurden nach Vorlage der Originale auf die Wände gebracht. Den Comicführer "Comicstrip Walk" gibt es gratis beim Touristenbüro in Brüssel.

56, rue Gheude/Gheudestraat, 1070 Brüssel. Tel.: 02 521 49 28, E-Mail: info@cantillon.be. Geöffnet: Mo bis Fr 9-17 Uhr, Sa 10-17 Uhr. Metro: Gare du Midi.
Die seit über 100 Jahren bestehende Familienbrauerei ist die einzige noch aktive in Brüssel, die dem Publikum zugänglich ist. Die wichtigsten Biere, die hier hergestellt werden, sind Lambic, Geuze, Kriek und Faro. Als Besucher hat man die Möglichkeit, das Museum mit original Maschinen, Fässern, Kesseln und Abfüllmaschinen zu besichtigen. Im März und September kann den Brauern beim Brauen sogar zugesehen werden. Die Touren schließen eine freie Bierprobe mit ein.
Internet: www.cantillon.be.

Ausflüge

Mit der Bahn ab Brüssel Midi (Rtg. Louvain La Neuve Univ) bis Bahnhof Genval. Museum, 63, avenue Hoover, Genval, Tel.: 02 654 19 23. Geöffnet: täglich 9.30-12 Uhr und 13.30-16.30 Uhr. Sa/So 10-18 Uhr.
Der 18 Hektar große See von Genval, südlich von Brüssel gelegen, ist ein wunderschöner Ort für einen Ausflug. Hier gibt es Café-Terrassen sowie zahlreiche Wassersportmöglichkeiten. Im Wasser- und Springbrunnenmuseum wird die Geschichte der Wasserspiele von den Anfängen bis in unsere Tage nachgezeichnet.
Der Ort Genval wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von belgischen und englischen Familien mit Rang und Namen bewohnt, davon zeugen heute die Jugendstilvillen inmitten großer Parkanlagen. Im ehemaligen Kurbad von 1904 ist nun das schlossartige Fünf-Sterne-Hotel "Château du lac" untergebracht. Die Sprachgrenze verläuft übrigens in der Mitte des Sees: das Nordufer gehört zur flämischen Gemeinde Overijse, die Südhälfte zur wallonischen Gemeinde Genval-Rixensart.
Internet: www.lemuseedeleauetdelafontaine.be.

Route du Lion 315, 1410 Waterloo. Tel.: 02 385 19 12, E-Mail: info@waterloo1815.be. Geöffnet: April bis September 9.30-18.30 Uhr, Oktober bis März 10-17 Uhr. Für Gruppen werden Führungen angeboten, E-Mail: reservation@waterloo1815.be. TEC-Bus (Nr. 365a) ab Brüssel Gare du Midi bis Waterloo; Zug ab Brüssel Gare du Midi (Richtung Nivelles) bis Waterloo.
Der Name des kleinen belgischer Orts Waterloo, südlich von Brüssel, wurde zum Inbegriff der letzten und entscheidenden Niederlage Napoléons am 18. Juni 1815. Napoléons Truppen wurden hier von einer Koalitionsarmee unter dem Kommando des Herzogs von Wellington geschlagen. Das Schlachtfeld markiert der 45 Meter hohe Löwenhügel, der 1821 von Lütticher Arbeiterinnen aufgeschüttet wurde und auf welchem ein aus den erbeuteten französischen Kanonen gegossener Löwe thront. Das Besucherzentrum am Löwenhügel informiert mit einem großen Modell der Schlachtfelder und einem Film über das blutige Drama, dessen Schauplatz sich von der Kuppe des Löwenhügels überblicken lässt.
In der Stadt Waterloo können Besucher das Wellington Museum besichtigen (Chaussée de Bruxelles 147), das anhand von Kupferstichen, Waffen, Dokumenten und Schaukästen den politischen Kontext in Europa anno 1815 sowie den Ablauf der Schlacht zeigt. Alle fünf Jahre wird die Schlacht an den Originalschauplätzen von Hunderten von Darstellern nachgestellt.
Internet: www.waterloo1815.be.

Mit dem Zug ab Brüssel Gare du Midi bis Leuven.
Die Hauptstadt der Provinz Flämisch Brabant, 20 Kilometer östlich von Brüssel am Fluss Dijle gelegen, ist eine traditionsreiche Universitätsstadt.
Die 1425 gegründete Universität ist die älteste Belgiens. Für einen Ausflug ist Leuven wegen des regen studentischen Lebens und seiner architektonischen Reichtümer sehr zu empfehlen: die alten Kollegien, der Beginenhof aus dem 13. Jahrhundert, die Peterskirche mit dem "Letzten Abendmahl" von Dirk Bouts oder die Sankt Gertrudkirche mit ihrem wunderschönen Chorgestühl laden zu Besichtigungen ein. Die bekannteste Sehenswürdigkeit Leuvens ist das gotische Rathaus (erbaut von 1439 bis 1468) von Sulpitius van Vorst und Matheus de Layens am Großen Markt. Es gilt als eines der schönsten Bauwerke der Spätgotik in Europa. Leuven ist auch die Hauptstadt des Bieres und reich an stimmungsvollen Kneipen.
Internet: www.leuven.be.

Zug ab Brüssel Gare du Midi (Richtung Ostende) bis Brügge.
Lohnenswert ist ein Ausflug nach Brügge - dem "Venedig des Nordens". Brügge war einst Hansestadt und ist heute eine Stadt zum Verlieben - mit malerischem, historischem Stadtbild und vielen Traditionen. Der Aufbau der Altstadt entspricht in wesentlichen Grundzügen noch der mittelalterlichen Stadtanlage, auch wenn die Stadtmauern nicht mehr existieren. Grachten, Brücken, Plätze und Gässchen bilden ein malerisches Ensemble, durch dass man stundenlang flanieren kann. Brügge ist aber auch modern, mit einem umfangreichen Angebot an Kultur. Im Jahr 2002 war die Stadt Kulturhauptstadt Europas. Die Hauptsehenswürdigkeiten sind unter anderem die Heilig-Blutbasilika, die St. Salvatorskathedrale, das Rathaus, die Propstei, der Große Markt mit Belfried sowie das Gruuthusemuseum. Mit dem Fahrrad, auszuleihen bei der Gepäckannahme im Bahnhof, kann die Stadt und das Umland erkundet werden.
Internet: www.brugge.be.

Domein van Bouchout/Nieuwelaan 38, 1860 Meise. Tel.: 02 260 09 70. Geöffnet: April bis September täglich 9.30-18.30 Uhr, Oktober bis März täglich 9.30-17 Uhr. Die Kasse schließt 30 Minuten zuvor. Zug ab Brüssel Gare du Midi (Richtung Esplanade) bis Meise; De Lijn-Bus (Nr. 250/251) ab Brüssel bis Meise/Bouchout Kasteel.
In diesem 92 Hektar großen Staatsgut befindet sich das historische Schloss von Bouchout mit seinem viereckigen Turm aus dem 14. Jahrhundert. Der Park, mit seinen jahrhundertealten Bäumen, Weihern und ausgedehnten Grünflächen bietet die Möglichkeit zu langen Spaziergängen. Der nationale botanische Garten besitzt eine der größten Pflanzensammlungen Europas. Mehr als 18.000 Pflanzen gedeihen im Park und in verschiedenen Außenanlagen wie beispielsweise in den Sammlungen der Heilpflanzen und Kräuter. Die Hauptattraktion sind die Gewächshäuser, ein Hektar großer Glaskomplex, in dem zahllose verschiedene Pflanzenarten aus der ganzen Welt wachsen.
Internet: www.br.fgov.be.

Route Baccara 1, 7090 Ronquières. Tel.: (078) 05 90 59 (Mo bis Fr 8-17 Uhr), E-Mail: info.voiesdeau@hainaut.be. Geöffnet: Ende März bis Ende Oktober täglich 10-19 Uhr (letzter Besucher 17 Uhr). TEC-Bus (Nr. 63) ab Braine-le-Comte und Nivelles (Haltestelle "Canal"); mit dem Auto auf der E19 Richtung Mons/Paris (Ausfahrt Nr. 20 Feluy-Petrochimie). Ein Rundgang von circa zwei Stunden sowie Schifffahrten von ca. einer Stunde werden angeboten.
Ein technisches Schauspiel der besonderen Art ist die schiefe Ebene von Ronquières, ein gigantisches Schiffshebewerk am Kanal von Charleroi nach Brüssel. Das 1968 in Betrieb genommene Schiffshebewerk besteht aus zwei mit Wasser gefüllten Trögen von 90 Metern Länge und zwölf Metern Breite und bewältigt auf einer Gesamtstrecke von 1.432 Metern in circa 90 Minuten einen Höhenunterschied von 68 Metern. Die Anlage wird überragt vom 154 Meter hohen Kontrollturm mit einer Aussichtsplattform, von der man ein einmaliges Panorama genießen kann. Im oberen Maschinenhaus befindet sich ein Besucherzentrum. Vom unteren Ende des Hebewerkes fahren im Sommer Ausflugsboote über die "schiefe Ebene".
Internet: www.ronquieres.be.

Essen, Trinken und Einkaufen

Die regionale Küche

Die belgische Küche verspricht Qualität und Quantität und lebt vom Zusammenspiel des Französischen und Niederländischen. Es gibt ein erstklassiges Angebot an Fisch- und Meeresfrüchten, Wild und Geflügel, Früchten und Gemüse.

Belgische Spezialitäten sind Waterzooi (Gemüserahmsuppe mit Fisch oder Hähnchen), Choesels (Innereien vom Rind oder Kalb) sowie Bloedpans (Blutwurst mit Speckstücken). Etwas besonders Feines ist die graue Nordseegarnele. Bekannt sind besonders die Garnaalkroketten (Garnelenkroketten) oder auch die mit Garnelen gefüllten Tomaten (Tomates crevettes). Viele traditionelle Gerichte wie Vlaamse Karbonade (Rinderfiletgulasch flandrische Art) oder Lapin (Kaninchen) erhalten ihren charakteristischen Geschmack dadurch, dass sie in Bier geschmort werden. Als belgisches Nationalgemüse gilt Rosenkohl und Chicoree.

Wenn in Brüssel der kleine Hunger kommt, isst man Pommes Frites, die man an jeder Ecke auf die Hand bekommt. Pommes Frites sind in Belgien ein Nationalgericht. Wahre Kenner bestellen sich keinen Ketchup dazu, sondern eine der vielen Saucen. Auch an Moules Frites, gekochten Muscheln mit Pommes Frites, kommt man als Belgientourist kaum vorbei.

Besondere Beachtung verdient übrigens der belgische Käse, der gerne nach einem opulenten Mahl auf den Tisch kommt, z.B. Herve, Limburger oder Maredsous-Käse.

Zum Nachtisch serviert man Crème brulée oder verschiedene Sorbets.

Ein ganz besonderes Kapitel sind die Süßigkeiten, etwa die Belgischen Waffeln (Gaufres), die auf der Straße angeboten werden und am besten schmecken, wenn sie frisch gebacken sind. Die unterschiedlichsten Torten und Kuchen verführen zum Probieren und sind jede Sünde wert, ganz abgesehen von der weltbekannten Brüsseler Schokolade.

Bierfreunde unter den Besuchern sollten sich unbedingt den Hunderten belgischen Biersorten zuwenden, die in lokalen Brauereien gebraut werden. Die Geschmacksvielfalt ist kaum zu beschreiben, und die Bierkarten in den Cafés und Traditionslokalen sind sehr lang. Zu den besten und weltweit meist bekannten Bieren zählen die Trappisten-Biere, dunkle, obergärige Biere, die nach alter Brauweise der Trappistenmönche hergestellt werden. Probieren sollte man das Lambic, ein natürlich fermentiertes Bier, das typisch für die Region von Brüssel ist oder Gueuze, ein säuerliches Bier, das wie Champagner hergestellt und gerne auch als "Kriek" mit Kirschsaft getrunken wird.

Gastronomie

Brüssel ist ein Eldorado für Feinschmecker und gilt nach Lyon als Zentrum der französischen Küche. Die Stadt hat mehr als 1.800 Restaurants.
Neben den klassischen Restaurants gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Cafés, Bistros sowie das übliche Angebot internationaler Fastfood-Ketten. Die Cafés ähneln dabei eher Kneipen mit einem Bier- und kleinem Speisenangebot; Kaffeehäuser im deutschen Sinne sind die Salons de Thé oder Koffiehuizen.

Im mittelalterlichen Quartier Ilot Sacre, rings um die Rue des Bouchers, findet der Besucher Lokale jeder Art: griechische, chinesische, spanische und natürlich auch französische Restaurants. Feinschmeckerlokale liegen rund um den Zavel. Fischrestaurants sind zahlreich vertreten. Am Place de la Sainte-Cathérine im gleichnamigen Viertel sollen die Meeresfrüchte besonders gut schmecken. Im kosmopolitischen Saint-Boniface, zwischen Matonge-Viertel und Chaussée d'Ixelles, reiht sich ein Restaurant an das nächste. Hier hat man eine reiche Auswahl verschiedener internationaler Küchen.
Eine nahezu komplette Liste aller Restaurants in Belgien bietet die Internetseite www.resto.be. Hier sind Tausende von Restaurants in allen Landesteilen Belgiens mit Bewertung durch die Gäste aufgeführt. Wer in Brüssel essen gehen möchte, kann auf diese Seite kaum verzichten.

Restaurants

22-26, rue Antoine Dansaert/Dansaertstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 502 09 90. Geöffnet: Mo bis Do 12-14.30 Uhr und 19-23.30 Uhr, Fr 12-14.30 und 19-24 Uhr, Sa/So 19-23.30 Uhr. Metro: Bourse.
Gestyltes Restaurant das neben einer guten belgisch-französischen Küche vor allem optische Reize im Überfluss bietet - zu durchaus erschwinglichen Preisen. Am besten man kommt zum günstigen Mittagslunch ins Lokal.
Internet: www.bonsoirclara.be.

44, qai aux Briques 44/Baksteenkaai, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 27 62. Geöffnet: täglich 12-14.30 Uhr und 18.30-22.30 Uhr (außer an Sonn- und Feiertagen). Metro: Sainte Catherine.
In einem alten Seemannslokal am trockengelegten Fischmarkt serviert Jacques original belgische Küche. Dabei spielt Fisch eine tragende Rolle auf der Speisekarte. Wenig Touristen. Vorher reservieren.
Internet: www.restaurantjacques.be.

Grand Place 35/Grote Markt, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 35 82, E-Mail: info@lepaon.be. Geöffnet: täglich 10.30-2 Uhr. Metro: Gare Centrale, Bourse.
Belgische Spezialitäten, Muscheln, Waterzooi oder Kaninchen in einem Haus aus dem 17. Jahrhundert. Im Sommer Terrassenwirtschaft.


60, quai aux Briques/Baksteenkaai, 1000 Brüssel. Tel.: 02 512 61 22. Geöffnet: Di bis Sa 12-14.30 Uhr und 18-22.30 Uhr. Metro: Sainte Catherine.
Populärstes Gericht in diesem einfachen Fischrestaurant am alten Fischmarkt sind Moules Frites. Aber auch die anderen Gerichte sind sehr zu empfehlen. Das Essen in Kombination mit der zwanglosen Atmosphäre, dem freundlichen Service und den vernünftigen Preisen ist unschlagbar. Reservierung empfehlenswert.
Internet: www.bijdenboer.com.


23, place Rouppe/Rouppeplein, 1000 Brüssel. Tel.: 02 512 29 21, E-Mail: info@commechezsoi.be. Geöffnet: Di bis Sa 12-14 Uhr und 19-21 Uhr, Mi nur abends. Metro: Gare du Midi. Koch-Demonstrationen für Gruppen werden ab 16 Uhr angeboten. Preis circa 400 Euro pro Person.
Die Küche von "Comme Chez Soi" wird von Kennern allgemein als die Beste des Landes betrachtet. Das Restaurant in Jugendstildekor wurde vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet. Hier speisten schon Könige und Weltstars wie die Rolling Stones. Reservierung unbedingt erforderlich.
Internet: www.commechezsoi.be.

4, rue des Prêtres/Priestersstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 512 86 81, E-Mail: info@stekerlapatte.be. Geöffnet: Di/Mi 12-14.30 Uhr und 19-23 Uhr, Do 12-14.30 Uhr und 19-24 Uhr, Sa nur abends, So und Mo auf Anfrage. Metro: Louise.
Das von Filmproduzent Daniel van Avermaet betriebene Lokal, hinter dem Justizpalast, ist Dank seines jungen Publikums, der einfachen Küche und den moderaten Preisen äußerst angesagt. Die Steaks und der flämische Fischtopf (Waterzooi) sind sehr zu empfehlen. Die Bierliste ist beeindruckend.


45, rue du Page 45/Edelknapstraat, 1050 Brüssel. Tel.: 02 533 98 33, E-Mail: info@quincaillerie.be. Geöffnet: Mo bis Sa 12-14.30 und 19-24 Uhr, So 19-24 Uhr. Metro: Louise.
Edles Restaurant in einem historischen Eisenwarengeschäft aus den 1920-Jahren, in dem fast alles unverändert blieb. Das Quincaillerie ist eines der innovativsten und zugleich gemütlichsten Restaurants der Stadt.
Internet: www.quincaillerie.be.

Cafés und Bistros

6, rue Jean Stas/Jean Stasstraat, 1060 Brüssel. Tel.: 02 538 28 18. Geöffnet: Mo bis Sa 8-20 Uhr. Metro: Louise.
Eine reizende Adresse für eine Pause. Auf der Karte stehen frisch gebackene Kuchen und Brownies, Salate und Sandwiches. Nette Terrasse.

57a, rue de la Mutualité/Onderlinge Bijstandstraat, 1180 Brüssel. Tel.: 02 344 70 81, E-Mail: jeanchris.pacitti@skynet.be. Tram 4 bis Vanderkindere.
Leider vom Zentrum etwas entfernt, im Stadtteil Uccle, liegt das Traditionseiscafé Zizi. Angeblich gibt es hier das leckerste Eis Belgiens. Und die Kundschaft muss es wissen, denn der Laden existiert schon seit 1948. Für das Eis werden keine künstlichen Farb- oder Aromastoffe verwendet. Es gibt 150 Sorten - von Spekulatius bis Erdnussbutter. Im Café balancieren Mädchen mit weißen Rüschenschürzen große Eisbecherkreationen.
Internet: www.glacierzizi.be.

24, rue du Lombard/Lombardstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 511 07 55. Geöffnet: Mo bis Sa 10-18.30 Uhr, So 11-18.30 Uhr. Metro: Bourse.
Eine üppige Herrlichkeit rund um die Schokolade: Frank Duval kreiert Pyramiden, Indiogötter, Muscheln, Schlapphüte und Nokia-Handys. Darüber hinaus wird unter anderem hausgemachte heiße Schokolade oder Kaffee im Salon gereicht. Auch Café Glacé, Mokka mit Karamelsauce und köstliches Eis sind empfehlenswerte Leckereien während einer verdienten Pause zwischen Manneken Pis und Comic-Museum. Das Haus dient gleichzeitig als Laden und Probierstube.
Internet: www.planetechocolat.be.

13, place du Grand Sablon/Grote Zavel, 1000 Brüssel. Tel.: 02 512 37 42, E-Mail: wittamer@wittamer.com. Geöffnet: Mo 9-18 Uhr, Di bis Sa 7-19, So 7-18.30 Uhr. Metro: Gare Centrale.
Das Café am Sablon ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Seit mehr als 90 Jahren ist Wittamer die berühmteste Adresse in Brüssel für erlesene Törtchen, leckeres Gebäck, Eis und unwiderstehliche Pralinen. Bei schönem Wetter ist die Terrasse bereits am frühen Morgen gut besetzt; bei schlechterem Wetter weicht man in den 1. Stock aus.
Internet: www.wittamer.com.

Galerie du Roi 9/Koningsgalerij, 1000 Brüssel. Tel.: 02 511 78 70. Geöffnet: täglich 9-1 Uhr. Metro: Gare Centrale.
Seit jeher Treffpunkt für müde Einkaufsbummler. Sonntags heißt es bei einem Stück Bananentorte Sehen und Gesehen werden. Die Terrasse unter dem Glasdach der Galerie ist das ganze Jahr geöffnet.

37, Grand Place/Grote Markt, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 58 85, E-Mail: info@aromacoffee.be. Geöffnet: täglich. Metro: Bourse.
Gestyltes Café der uralten Brüsseler Kaffeerösterei mit Blick aufs Rathaus. Die Plätze draußen sind sehr begehrt.
Internet: www.aromacoffee.be.

14 Place Saint Boniface/Sint Bonifaasstraat, 1050 Brüssel. Tel.: 02 511 13 67. Geöffnet: Mo bis Fr 8.30-1 Uhr, /So 10-1 Uhr. Metro: Porte de Namur.
Angesagtes Café am trendigen Place Saint-Boniface im Ixelles Viertel. Die Einheimischen lieben die Terrasse, von der aus sich das bunte Treiben am Platz beobachten lässt. Die Speisekarte bietet Steaks, Pasta, Salate und auch gutes Frühstück.


Bars und Kneipen

10-12, rue des Harengs/Haringstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 0497 12 45 65, E-Mail: info@lecercueil.be. Geöffnet: täglich ab 11 Uhr, Mo bis Do bis 2 Uhr, Fr/Sa bis 4 Uhr. Metro: Bourse.
Eine der berühmtesten Bars die an die Grand Place angrenzen. Seit ewigen Zeiten wird hier ein Cocktail namens "Sperme du Demon" (Dämonensperma) getrunken. Aber nicht nur die Drinks, sondern auch das Ambiente ist schaurig: Särge als Tische und Totenschädel als Dekoration.

4A, impasse de la Fidélité/Getrouwheidsgang, 1000 Brüssel. Tel.: 02 514 44 34, E-Mail: info@deliriumcafe.be. Geöffnet: täglich 10-4 Uhr. Metro: Bourse.
Über 2.000 Biersorten - das löscht den Durst. Dazu sorgt die urige Einrichtung mit alten Werbetafeln an den Wänden und Bierfässern als Dekoration für die richtige Bierseligkeit.
Internet: www.deliriumcafe.be.


7, rue Montagne aux Herbes Potagères/Warmoesberg, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 13 18, E-Mail: info@alamortsubite.com. Geöffnet: täglich 10-24 Uhr. Metro: De Brouckère.
Das berühmteste Brüsseler Bierlokal, hinter den St. Hubertus Galerien, steht unter Denkmalschutz. Seinem spröden Charme verfallen viele und auch der Chansonnier Jacques Brel konnte sich ihm nicht entziehen. Er machte das Mort Subite kurzerhand zu seiner Stammkneipe und hängt heute in Schwarzweiss an der Wand. Das ursprüngliche Ambiente - mit den milchigen Kugellampen und den alten Plakaten - ist gesichert, denn das Lokal wird "nur alle dreißig Jahre" einmal gestrichen. Der Lokalname "Plötzlicher Tod" geht übrigens auf ein Würfelspiel zurück, das hier einst gespielt wurde, nicht auf das besondere gleichnamige Gueuze-Bier, das es zu trinken gibt.
Internet: www.alamortsubite.com.

18, rue des Grands Carmes/Lievevrouwbroersstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 514 39 49, E-Mail: info@lecercledesvoyageurs.com. Geöffnet: Küche 12-14.30 und 18.30 bis 23 Uhr. Metro: Bourse.
Beliebter Treffpunkt für Globetrotter in einem schönen Jugendstilhaus mitten im Zentrum. Auch die Karte ist international: belgisches Bier, italienischer Kaffee, Tee aus aller Welt und Mineralwasser aus fünf Kontinenten. Zur gemütlichen Bar gehört auch eine Bibliothek mit über 3.000 Titeln, die sich alle ums Reisen drehen.
Internet: www.lecercledesvoyageurs.com.

Place Eugène Flagey/Flagey Plein, 1050 Brüssel. Tel.: 02 640 35 08. Geöffnet: Mo bis Do 8-2 Uhr, Fr/Sa 8-3 Uhr, Küche 9-16 Uhr. Tram 81 und 82.
Seit Jahren "die" In-Kneipe in Brüssel, selbst Moby war da für ein Privatkonzert. Bemerkenswert ist der Treffpunkt auch aus architektonischer Sicht. Als eines der ersten Rundfunkgebäude weltweit entstand das Flagey-Gebäude ab 1935 nach Plänen des Architekten Joseph Diongre. Seit 1997 steht das Art-déco-Gebäude auf der Unesco-Weltkulturerbe-Liste.
Internet: www.cafebelga.be.

35-37, place Saint Géry/Sint Goriksplein, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 51 16. Geöffnet: täglich 12-2 Uhr, am Wochenende 12-3 Uhr. Metro: Bourse.
Szenige Eckbar in der Trendsetter tagsüber Kaffee, abends ihre Cocktails schlürfen. Ganzjährig beheizte Terrasse.
Internet: www.saint-gery.be.

Shopping

Allgemeine Beschreibung

Brüssel ist ein Shoppingparadies. Zu jeder Branche oder zu jeder Vorliebe gibt es mehrere Läden, oder gleich ein ganzes Viertel. Dabei ist die Stadt stark geprägt vom Einzelhandel: es gibt noch viele mittlere und kleine Geschäfte, die in ihrer Nische Umsatz machen. Typisch für Brüssel sind auch die zahlreichen Einkaufsgalerien, in denen sich bei schlechtem Wetter wunderbar "trocken" shoppen lässt.

Durchgestylte Boutiquen internationaler Modeschöpfer wie Gucci oder Armani finden sich rund um die Prachtstraßen Avenue Louise und Boulevard Waterloo (Oberstadt) für Kunden, die nicht auf den Preis schauen müssen.
Im Stadtzentrum lohnt es sich, einfach bei De Brouckère loszulaufen und sich zwischen der Rue du Midi und dem Boulevard Anspach, also rund um die Börse, treiben zu lassen. Die Rue Neuve ist "die" Brüsseler Einkaufsmeile und platzt samstags aus allen Nähten: hier kauft halb Brüssel Kleidung und Schuhe. Speziell im Dansaertviertel, zwischen Börse und Kanal Charleroi-Brüssel, hat sich die frisch-freche Modeszene eingenistet. Hier gibt es ausgefallene Mode zu kleinen Preisen von belgischen Jungdesignern, dazu Trend-Accessoires und flippige Bistros für eine Pause. Von der Grand Place bis zum Manneken Pis reicht das Saint Jacques Viertel mit "abgefahrenen" Adressen und schrillen Läden für Secondhand, Schmuck und Streetwear.
Antiquitätenliebhaber kommen rund um den Place du Grand Sablon, in der Rue Haute sowie in der Rue Blaes auf ihre Kosten. In diesem Gebiet reihen sich zahlreiche Antikmöbel- und Kunstläden aneinander. Das volkstümliche Marolles-Viertel ist das Eldorado der preisgünstigeren Antiquitäten, genauso wie die mehr als zehn Antiquitäten- und Flohmärkte der Stadt, die meist am Wochenende stattfinden. Souvenirs kauft man am besten im touristischen Zentrum rund um den Grote Markt.

Übrigens: Schlussverkäufe sind in Belgien ein besonderes Erlebnis: gewaltige Rabatte von 50 bis 70 Prozent locken die Kunden. Der Winterschlussverkauf startet bereits im Januar, und im Sommer fallen die Preise den ganzen Juli lang.

Die besten Mitbringsel sind die berühmten belgischen Pralinen, Schokolade, Brüsseler Spitze, Tim- und Struppi-Gegenstände sowie Kristall aus Val-Saint-Lambert. Beliebt als Souvenir sind auch die belgischen Biere, die man in unterschiedlichen, manchmal recht originellen Flaschen bekommt. Die entsprechenden Gläser werden für jede Sorte und Marke anders gestylt.

Einkaufsviertel in Brüssel mit Beschreibungen, Geschäften und Adressen findet man im Internet unter www.shopinbrussels.be. Mode-Einkaufstipps und Infos zu Designern hält die Website von Modo Bruxellae - www.modobruxellae.be - bereit.

Im Allgemeinen Montag bis Samstag von 9/9.30-18/19 Uhr; die größeren Supermärkte haben bis 20 Uhr auf. An Sonn- und Feiertagen haben einige Geschäfte in verschiedenen Quartieren geöffnet.

Shopping Adressen

174, chaussée de Wavre/Waversesteenweg, 1050 Brüssel. Tel.: 02 512 17 88, E-Mail: beermania@skynet.be. Geöffnet: Shop: Mo bis Sa 11-20 Uhr (je nach Bedarf auch länger), Bar: Mo bis Sa 11-21 Uhr, im Dezember täglich. Metro: Porte de Namur.
Unglaubliche 400 traditionelle belgische Biere - vom einfachen Pils bis zum Bier mit Kirschgeschmack - stehen in diesem Fachgeschäft zum Verkauf. Regelmäßig Bierproben und Jazzkonzerte.
Internet: www.beermania.be.


Place du Jeu de Balle/Vossenplein, 1000 Brüssel. Geöffnet: täglich 6-14 Uhr. Metro: Porte de Hal.
Ein Trödelmarkt der Extraklasse im Herzen des Marollenviertels. Handeln ist erlaubt und sogar erwünscht. Wer auf Schnäppchen aus ist, sollte dem Markt besser während der Woche als am Wochenende einen Besuch abstatten.

Place du Grand Sablon/Zavel, 1000 Brüssel. Geöffnet: Sa 9-17 Uhr, So 9-14 Uhr. Metro: Place Louise/Rue de la Régence.
Der Luxus-Antiquitätenmarkt gilt als unvermeidliches Treffen für Antiquitätenliebhaber. An rund 100 Ständen wechseln alte Bücher, Jugendstilschmuck, Bilder, Tafelsilber, Brüsseler Spitzen und Rokokostühle die Besitzer.
Internet: www.sablon-antiques-market.com.

31, rue au Beurre/Boterstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 511 03 26. Geöffnet: täglich 8.30-19 Uhr. Metro: Bourse.
Eine Brüsseler Institution ist diese Süßwarenhandlung. Das Schaufenster ist derart köstlich dekoriert, dass einem beim bloßen Anblick das Wasser im Mund zusammenläuft. Seit über zwei Jahrhunderten werden im traditionsreichen Unternehmen Kekse und Kuchen nach Brüsseler Art gebacken. Spezialität sind Spekulatius (Speculoos, Speculaas), die es nicht nur zur Weihnachtszeit gibt. Weitere Geschäfte befinden sich in der 14, rue Charles Buls und am 22, place Saint-Job.
Internet: www.biscuiteriedandoy.be.

Galerie de la Reine 25-27/Koninginnegalerij, 1000 Brüssel. Tel.: 02 512 63 59, E-Mail: info@neuhaus.be. Geöffnet: Mo bis Sa 10-20 Uhr, So 10-19 Uhr. Metro: Gare Centrale, Bourse, De Brouckère.
Neuhaus hält seit 1857 die Tradition der von Jean Neuhaus erfundenen belgischen Praline aufrecht. Bis heute werden noch immer einige Pralinen handgefertigt. Das Angebot umfasst neben Edelpralinen auch Napolitains und Tafelschokoladen. Im Jahre 2000 erhielt Neuhaus den offiziellen Titel des "anerkannten Lieferanten des belgischen Königshofs".
Internet: www.neuhaus.be.

100, boulevard Anspach/Anspachlaan, 1000 Brüssel. Tel.: 02 511 08 09, E-Mail: info@brusel.com. Geöffnet: Mo bis Sa 10.30-18.30 Uhr, So 12-18.30 Uhr. Metro: Bourse.
Der Comicladen in Brüssel schlechthin. Comicliebhaber können sich in dieser ganz individuellen Atmosphäre stundenlang durch das große Angebot wühlen. Der Laden bietet auch Laien einen recht guten Einstieg.
Internet: www.brusel.com.

Adressen zu Kultur und Unterhaltung

Ticketservice

Im Ticketbüro "Arsène 50" sind Tickets für viele Veranstaltungen für den selben Abend zum halben Preis erhältlich (Karten für Sonntags- und Monatagsvorstellungen werden samstags verkauft). Die Auswahl reicht von Theater-, Tanz-, Oper-, Zirkusdarbietungen bis hin zu Varieté-Veranstaltungen.
Verkauf:
- VISITBRUSSELS (BIP), 2-4 Rue Royale, Brüssel. Geöffnet: Die bis Sa 14-17.30 Uhr.
- Cinéma Arenberg, Galerie de la Reine 26, 1000 Brüssel. Geöffnet: Di bis Sa 12.30-17.30 Uhr.
- Billeterie de Flagey, Place Sainte-Croix, 1050 Brüssel. Geöffnet: Di bis Sa 12.30-17.30 Uhr.
Internet: www.arsene50.be.

Ausstellungs- und Messegelände

Place de Belgique/Belgieplein, 1020 Brüssel. Tel.: 02 474 82 63, Fax: 02 474 83 90.
Das Brüsseler Messegelände bietet Ausstellern 130.000 Quadratmeter überdachte Ausstellungsfläche.

Anreise
Vom Flughafen zum Messegelände: mit dem Taxi (Fahrtdauer circa 20 Min.).
Vom Gare du Midi Metro 6 Richtung Roi Baudoin. Ausstieg Heysel (circa 15 Minuten). Von Brussel Central Linie 5 Richtung Erasme. Ausstieg Beekkant, dann Linie 6 Richtung Roi Baudoin. Ausstieg Heysel (circa 20 Minuten)

Hinweise für Behinderte
Die meisten Einrichtungen sind mit Rollstuhl erreichbar. Behinderten WCs sind vorhanden. Internet: www.bruexpo.be.

Ballett- und Opernhäuser

Place de la Monnaie/Munt, 1000 Brüssel. Tel.: 02 229 12 00, E-Mail: info@lamonnaie.be. Metro: De Brouckère.
Theaterkasse/Bureau de Location: 23, rue Léopold, 1000 Brüssel. Tel.: 070 23 39 39 (12-18 Uhr), Fax: 02 229 13 84. Geöffnet: Di bis Sa 11-18 Uhr.
Dieses imposante Theater mitten in Brüssel spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte des Landes. Während einer Vorstellung der Oper "La Muette de Portici" von Daniel-François Auber im Jahr 1830, welche die Geschichte einer Revolution in Neapel erzählt, brach die belgische Revolution aus. Das Publikum stürmte aus dem Theater und hisste die Trikolore von Brabant auf dem Rathaus. Heute zählt das 1986 umfangreich renovierte Gebäude zu den modernsten und schönsten Opernhäusern Europas. Schon allein die Eingangshalle ist einen Besuch wert. Die Opern- und Ballettaufführungen, Inszenierungen und Symphoniekonzerte die hier geboten werden haben Weltniveau. Der Laden La Monnaie verfügt über eine beeindruckende Sammlung von Opernbüchern und CDs.
Internet: www.lamonnaie.be.

Kinos

Kongresszentren

8, rue du Musée/Museumstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 515 13 18. Metro: Gare Centrale.
Kongress- und Messegelände. Der Komplex wurde bis 2009 erweitert und modernisiert und stellt circa 13.500 Quadratmeter Fläche für Tagungen, Meetings und Kongresse zur Verfügung.
Internet: www.square-brussels.eu.

Konzerthäuser

110, boulevard Anspach/Anspachlaan, 1000 Brüssel. Tel.: 02 548 24 84, Ticktets Tel.: 02 548 24 24 (Mo bis Fr 15-18 Uhr). Metro: Bourse.
Rock-, Pop-, und Jazzkonzerte finden in dieser Institution der Kultur - nur einen Katzensprung von der Börse und dem Grand-Place - statt. Zur dynamischen Location gehören auch ein Café sowie ein Tonstudio.
Internet: www.abconcerts.be.

208, avenue Victor Rousseau/Victor Rousseaulaan, 1190 Brüssel. Tickets Tel.: 0900 695 00, aus dem Ausland 0032 70 25 20 20, E-Mail: info@forestnationaal.be. Tram 52 bis Zaman.
Mit rund 7.000 Sitzplätzen ist das Forest National einer der größten Konzertsäle Belgiens. Etwa 130 Vorstellungen jährlich wie Revuen, Symphoniekonzerte, Oper und Ballett, Auftritte von Größen aus Rock-, Pop und Jazzmusik werden hier für ein großes Publikum veranstaltet.
Internet: www.forestnational.be.

30, rue de la Régence/Regentschapsstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 500 87 15, E-Mail: location.salle@conservatoire.be. Metro: Gare Centrale.
Da die Bühne des Conservatoire Royal de Musique zu klein für ein Symphonieorchester ist, werden meistens Kammermusik oder aber auch Arienabende gegeben.
Internet: www.conservatoire.be.

Kulturzentren

23, rue Ravenstein/Ravensteinstraat, 1000 Brüssel. Infos und Tickets Tel.: 02 507 82 00 (Mo bis Sa 9-19 Uhr), E-Mail: ticket@bazar.be. Geöffnet: Ausstellungen: Di bis So 10-18 Uhr, Do bis 21 Uhr; ansonsten zu Events. Metro: Gare Centrale.
Der von Victor Horta entworfene Palast der Schönen Künste dient heute als Kulturzentrum. Er stellt die Verbindung zwischen der oberen und der unteren Stadt her. Seit seiner Einweihung am 4. Mai 1928 war das Gebäude ständigen Umwandlungen und Anpassungen unterworfen. Durch die im Jahr 2000 abgeschlossene Erweiterung hat sich nicht nur die für kulturelle und künstlerische Aktivitäten verfügbare Fläche verdoppelt, sondern auch die Räume wurden in der von Victor Horta konzipierten Weise wiederhergestellt. Neben Konzerten werden Opern und Ballettaufführungen gegeben. Im Keller ist ein Filmmuseum untergebracht.
Internet: www.bozar.be.

81, rue de l'Enseignement/Onderrichtsstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 218 20 15, E-Mail: info@cirque-royal.org. Metro: Madou, Parc.
Konzerte und Veranstaltungen.
Internet: www.cirque-royal.org.

236, rue Royale/Koningsstraat, 1210 Brüssel. Tel.: 02 218 37 32, E-Mail: info@botanique.be. Metro: Botanique.
Ein im neoklassizistischen Stil erbautes Gewächshaus, in dem Kultur kultiviert wird. Das Gebäude beherbergt auch das Kulturzentrum der französischen Gemeinde Belgiens. Kleinkunst, Ausstellungen, Konzerte usw.
Internet: www.botanique.be.

Place Sainte-Croix/Heilig Kruisplein, 1050 Brüssel. Tel.: 02 641 10 10, Tickets Tel.: 02 641 10 20 (Mo bis Fr 14-17 Uhr), E-Mail: info@flagey.be. Geöffnet: Ticketbüro Di bis Fr 12-14 Uhr. Tram 81 Flagey.
Im Juni 1998 wurde das früher als "Praquebot" (Ozeandampfer) bezeichnete, nun Flagey genannte Gebäude von einer privaten belgischen Gruppe gerettet und hat nach der vollständigen Renovierung ein neues Leben begonnen - als riesiges Kulturzentrum mit einem der besten Konzertsäle Europas.
Bei dem Gebäude handelt sich um eines der ersten Rundfunkgebäude der Welt. Nach der Eröffnung im Jahr 1938 erlangte es sehr schnell Anerkennung aufgrund des einzigartigen Charakters der Architektur und der unvergleichlichen akustischen Qualität des Studios. Entworfen wurde das Gebäude vom belgischen Architekten Joseph Diongre.
Internet: www.flagey.be.

20-28, rue A. Orts/A. Ortsstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 550 03 50, E-Mail: tickets@beursschouwburg.be. Metro: De Brouckère.
Das Kulturzentrum veranstaltet Jazz-Konzerte, Live-Performances und engagiert Funk-DJs, häufig kostenlos. Außerdem gibt es ein schönes Jazz-Café im Erdgeschoss.
Internet: www.beursschouwburg.be.

Franklin Rooseveltlaan 67, 1000 Brüssel. Infos und Führungen Tel.: 02 627 52 30, E-Mail: info@boghossianfoundation.be. Geöffnet: täglich 10-18.30 Uhr.
Die zu einem Kulturzentrum umgebaute Art-Déco-Villa Empain wurde im April 2010 eröffnet. Sie wird neben der Veranstaltung von Ausstellungen auch für Konzerte und Tagungen zur Verfügung stehen. Internet: www.villaempain.com.

Musikclubs

208, rue Blaes/Blaesstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 511 97 89. Geöffnet: Sa 23-7 Uhr. Metro: Porte de Hal.
Das Fuse in der Nähe des Gare du Midi ist Belgiens bekanntester Club, mit zwei Dancefloors und drei Bars. Seinen Ruf als erstklassige Adresse hat sich das Fuse durch bekannte DJs aus Detroit, Chicago und Europa erworben, die regelmäßig Electro, House und Techno auflegen. Einmal im Monat findet die heiße Gay-Nacht "La Démence" statt.
Internet: www.fuse.be.

1, Avenue du port/Havenlaan, K-Nal, 1000 Brüssel. E-Mail: lorenzo@libertinesupersport.be. Geöffnet: Sa 23-4 Uhr, Club bis 6 Uhr.
Im Oktober 2009 eröffneter Night Live Dance Club. In zwei Räumen bietet sich eine einzigartige Atmosphäre. In Room 1 haben die Besucher einen schönen Blick über den Hafen.
Internet: www.libertinesupersport.be.

18, rue Duquesnoy/Duquesnoystraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 636 14 00, Reservierung Tel.: 02 477 75 07 50, E-Mail: info@leyou.be. Geöffnet: Do 23-5 Uhr, Fr/Sa 23.30-6 Uhr, So (Gay Tea Dance) 21-3 Uhr. Metro: Gare Centrale.
Ein Besuch im You lohnt sich allein schon wegen den außergewöhnlichen Dekorationen. Ein Salon mit Decken und Kissen, ja sogar ein Bett laden zum Ausruhen ein. Alles in Farben der 1960er und 1970er Jahre. Zusätzlich sorgen riesige Bildschirme und Videoinstallationen für Unterhaltung. Musik: House, Funky, Groove.
Internet: www.leyou.be.

28, rue de la Tulipe/Tulpstraat, 1050 Brüssel. Tel.: 02 512 92 50 (nach 18 Uhr), E-Mail: info@soundsjazzclub.be. Geöffnet: Mo bis Fr 19-1 Uhr, Sa 22-1 Uhr. Metro: Porte de Namur.
Die rangälteste unter den Brüsseler Jazzbars, in der die besten Jazzmusiker aus Belgien und aus dem Ausland auftreten. Den Appetit zur späten Stunden stillt die italienische Küche mit Lasagne, Tagliatelle und weiteren Leckereien.
Internet: www.soundsjazzclub.be.

50, rue des Pierres/Steenstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 13 45, E-Mail: www.themusicvillage@skynet.be. Geöffnet: ab 19 Uhr, Konzerte Mo bis Do 20.30 Uhr, Fr/Sa 21 Uhr. Metro: Bourse.
Guter Jazzclub in zwei prächtigen Häusern aus dem 17. Jahrhundert. Gespielt wird 80 Prozent Jazz, die restlichen Prozent setzen sich aus Blues, Latino, Folk und Chanson zusammen.
Internet: www.themusicvillage.com.

25, rue des Ursulines/Ursulinenstraat (Gare Chapelle), 1000 Brüssel. Tel.: 02 502 57 34, E-Mail: info@recyclart.be. Geöffnet: 21-5 Uhr. Metro: Gare Centrale; Tram: Anneessens.
Einen ganz besonderen Charme hat das Recyclart in den Gemäuern eines aufgegebenen Bahnhofs zwischen Gare Central und Gare du Midi. Mit liebevoller Mühe hatte man alle original gekachelten Wände mit Graffitis besprüht, die Kartenschalter in eine Bar und die Bahnhofshalle zu einem Konzert- und Diskosaal umgebaut. Neben Konzerten und Partys finden hier auch Ausstellungen statt. Alternatives Publikum.
Internet: www.recyclart.be.

Theater

66, rue Marché-aux-Herbes/Impasse Ste-Pétronille, 1000 Brüssel. Tel.: 02 513 54 86, Tickets Tel.: 02 511 71 37. Shows: täglich 20.30 Uhr, Sa zusätzlich 16 Uhr. Metro: Bourse.
Tagsüber Kneipe, abends bekanntes Marionettentheater und eine der populärsten Einrichtungen Brüssels. Seit 1830 haben hier die aufmüpfigen Holzpuppen ihr Heim und begeistern mit ihrem spöttischen und schelmischen Charakter. Aufgeführt werden Stücke wie "Carmen", "Die Drei Musketiere" oder "Faust", die vom Brüsseler Kasperle, dem frechen Bengel Woltje mit Schiebermütze und Pepitakostüm, tiefsinnig kommentiert werden. Seit 1997 steht das familienbetriebene Marionettentheater unter Denkmalschutz.
Internet: www.toone.be.

3, rue de la Loi 3/Wetstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 505 30 40 und 02 505 30 30, E-Mail: info@theatrereduparc.be. Geöffnet: September bis Mai 11-18 Uhr, Juni und August Mo bis Fr 11-18 Uhr. Metro: Arts-Loi, Parc.
Das Königliche Parktheater ist eines der bekanntesten Schauspielhäuser Europas. Hier werden überwiegend Klassiker von höchster Qualität inszeniert, aber auch die im Programm angebotenen Komödien und Boulevardstücke sind einmalig.
Internet: www.theatreduparc.be.

111-115, boulevard Emile Jacqmain/Emile Jacqumainlaan, 1000 Brüssel. Tel.: 02 203 53 03, E-Mail: location@theatrenational.be. Metro: Rogier.
Im Nationaltheater werden fast ausschließlich Stücke in französischer Sprache gegeben.
Internet: www.theatrenational.be.

140, avenue Eugene Plasky/E. Plaskylaan, 1030 Brüssel. Tel.: 02 733 97 08, E-Mail: tickets@theatre140.be. Metro: Diamant.
Das "alternative" Theater hat in ganz Belgien Kultstatus. Es wird nicht nur Theater angeboten, sondern auch Musik und Tanz.
Internet: www.theatre140.be.

Palais des Beaux Arts, 23, rue Ravenstein/Ravensteinstraat, 1000 Brüssel. Tel.: 02 737 16 00, Tickets, Tel.: 02 737 16 01 (Mo bis Sa 11-18 Uhr). Metro: Gare Centrale, Parc.
Wie viele andere Theater, Konzertsäle und Galerien ist das Rideau de Bruxelles im Kulturzentrum Palais des Beaux Arts untergebracht. Es wurde 1953 gegründet, um belgische Talente besser fördern zu können. Viele Stücke junger belgischer Autoren werden hier uraufgeführt.
Internet: www.rideaudebruxelles.be.

7, quai aux Pierres de Taille/Arduinkaai, 1000 Brüssel. Tel.: 02 210 11 00, Tickets, Tel.: 02 210 11 12, E-Mail: info@kvs.be. Metro: Yser.
Die Koninklijke Vlaamse Schouwburg ist das Nationaltheater der Flamen. In dem barock anmutenden Gebäude aus dem Jahre 1887 wird ein außergewöhnlich gutes Programm geboten (überwiegend in Niederländisch).
Internet: www.kvs.be.

Veranstaltungen

Ausstellung

Jährlich am 21. Juli.
Die Belgier ernannten am 21. Juli 1831 Leopold I., aus dem Hause Sachsen Coburg, zu ihrem ersten König. Zum Nationalfeiertag finden zahlreiche Aktivitäten wie Straßen- und Marionnettentheater, Kinderreiten, sportliche Vorführungen, Zirkus, Paraden und Konzerte am Place du Grand Sablon statt. Zu guter Letzt gibt es das traditionelle Feuerwerk mit Musik am Place des Palais.

Jährlich am 9. August.
Nicht in der Nacht zum 1. Mai wird in Brüssel ein Maibaum aufgestellt, sondern er wird erst am 9. August errichtet. Diese alte Tradition soll an den Sieg Brüssels über die Leuvener im Jahre 1213 erinnern. Und es heißt, der Baum müsse vor 17 Uhr aufgestellt werden, da ansonsten dieses Privileg an die Leuvener zurückgehen werde. Ort des Geschehens: Ecke der Zandstraat und Broekstraat.
Internet: www.meyboom.be.

Festival

Jährlich im März.
Auch der Frühling der zeitgenössischen Musik genannt, hat sich das Festival Ars Musica den Ruf einer wirklichen Referenz in ganz Europa geschaffen. Jedes Jahr treffen sich hier sowohl die renommierten Protagonisten als auch die jungen Komponisten, von denen die Klänge und Partituren von morgen kommen. Die ebenfalls sorgfältig ausgesuchten Dirigenten und Interpreten machen jedes Konzert zu einem einzigartigen und unvergesslichen Abend.
Internet: www.arsmusica.be.

Jährlich im April.
Das Brüsseler Zentrum wird unwiderstehlich durch die Literatur erobert. Genauso wie bei den vorigen Editionen kann der Besucher nach Belieben einen Parcours zurücklegen, von Theatersaal zum Café, von Kirche zu Privatwohnung, von Museum zu Bibliothek, von Restaurant zu Studentenbude. Überall ist nicht nur das allerbeste der Literatur niederländischer Sprache sondern auch ausländische Literatur (auch aus weit entfernten Ländern) zu entdecken.
Internet: www.beschrijf.be.

Jährlich im Mai.
Die Brüsseler nennen es noch vertrauter "Le Kunst". Seit seiner Einführung im Jahre 1994 hat dieses Festival das Niveau derjenigen von Avignon, Edinburgh oder Wien erreicht. Um die Künste der Szene ganz besonders hervorzuheben, umfasst es eine eklektische Auswahl an Tanz-, Theater- und Opernvorführungen an so unterschiedlichen Orten wie dem Théâtre de la Monnaie, dem Lunatheater oder den Markthallen von Schaerbeek. Die an vielen anderen Orten stattfindenden Konzerte, Filmvorführungen und Kunstausstellungen bereichern und erweitern das Grundthema wie eine "Startrampe" für die aus aller Welt angereisten Kunstschaffenden.
Internet: www.kfda.be.

Jährlich im Mai.
Bei der Jazz-Rallye verteilen sich unzählige verschiedene Gruppen über die ganze Stadt, spielen in den Straßen, auf Plätzen, in Cafés, Sälen und Hinterzimmern und auf improvisierten Podien. Jazz-Größen aus dem In- und Ausland geben über 100 Konzerte.
Internet: www.brusselsjazzmarathon.be.

Jährlich im Juni/Juli.
Angesagt sind Musik und Stars aus Afrika, der Karibik und Südamerika mit Konzerten auf mehreren Bühnen sowie Stände mit Ethno-Art und exotischen Köstlichkeiten. Ort: Site de Tour et Taxis (3, rue Picard).
Internet: www.couleurcafe.be.

Jährlich im Juli und August.
Das Festival Midis-Minimes bietet jeden Tag ein Konzert in der Minimes-Kirche und im Konservatorium: Ein vielfältiges Programm mit traditioneller Musik am Montag, antiker am Dienstag, klassischer am Mittwoch, zeitgenössischer am Donnerstag und Recitals am Freitag. Das Festival ist für seine ungezwungene Atmosphäre bekannt. Der Eintritt ist frei.
Internet: www.midis-minimes.be.

Jährlich im Juli.
Das multikulturelle Festival im Osseghem-Park hält auch Überraschungen für Kinder bereit, während die Erwachsenen rhythmischen originellen Klängen lauschen. Der Eintritt ist frei.
Internet: www.brosella.be.

Film/Kino

Jährlich im Februar.
Jedes Jahr zeigt das Festival die besten und originellsten Comic-Filme der Welt. Über 200 Filme, als Vorpremiere oder Retrospektive und Ausstellungen werden präsentiert.
Internet: www.animafestival.be.

Jährlich im März/April.
Das BIFFF steht für 16 Tage Kult und bizarre Unterhaltung. Fantasy-Fans dürfen sich ihrer Filmleidenschaft in zahlreichen Filmen aus rund 20 Ländern hingeben. Zu den Jury-Mitgliedern, die den besten Film küren, gehören jährlich Hollywood-Helden wie Christopher Lee oder Robert Englund. Hauptveranstaltungsorte sind "Site de Tour et Taxis" und das "Cinema Nova".
Internet: www.bifff.net.

Jährlich im Juni/Juli.
Der Wettbewerb sorgt für Überraschungen und für zu Herzen gehende Filme. Dazu kommt die Vorpremiere der Filme, die anschließend für Cesars, Oscars und Golden Globes kandidieren.


Klassisches Konzert

Jährlich von April bis Juni.
Seit über 50 Jahren zieht der internationale Musikwettbewerb der Königin Elisabeth junge Talente aus der ganzen Welt an. Sparten: Violine, Piano, Komposition und Gesang. In Brüssel ist dieser Wettbewerb ein unumgängliches Kulturereignis. Die Konzerte finden im Königlichen Konservatorium von Brüssel und im Palast der Schönen Künste statt.
Internet: www.concours-reine-elisabeth.be.

Revue/Varieté/Zirkus

Jährlich im Mai.
Beliebter Wettkampf für jedermann und Stadtbesichtigung einmal ganz anders: Der Lauf beginnt an der Jubelpark-Esplanade, folgt den elegantesten Boulevards der Hauptstadt und durchquert die majestätischsten Stellen des Cambre-Walds. Erreicht man den Zielpunkt innerhalb von vier Stunden, werden die Teilnehmer mit einer Urkunde oder Medaille belohnt.
Internet: www.20kmdebruxelles.be.

Umzug

Jährlich im Mai.
Umzüge, Fiestas, Konzerte, Shows und zahlreiche Überraschungen. Die Brüsseler homo-, bi- und transsexuelle Gemeinschaft veranstaltet ihr großes jährliches Coming-out unter dem obligatorischen Regenbogenbanner. Dazu lädt sie Besucher und Besucherinnen aus ganz Europa ein. Die Festlichkeiten dauern bis (weit) in die Nacht hinein.
Internet: http://web.thepride.be.

Jährlich im Juli.
Großartige Nachstellung des historischen Festes, das im Mittelalter eine Dankesprozession für die Heilige Jungfrau war. Der prächtige Umzug (Ommegang bedeutet Prozession) auf dem Grand Place bildet den Höhepunkt des Brüsseler Sommers und ist ein großes gesellschaftliches Ereignis. Das Besondere an diesem Spektakel sind die Schauspieler, die sich aus Nachkommen des belgischen Adels zusammensetzen, die die Rollen des Kaiser Karl V. und die der Adligen standesgemäß darstellen. Der Umzug startet auf dem Sablon und geht durch die Stadt bis zum Grand-Place, wo die Schau mit Stelzenläufern, Fahnenschwenkern, Gauklern und Akrobaten um etwa 21 Uhr beginnt.
Internet: www.ommegang.be.

Alle zwei Jahre im Mai (gerade Zahlen).
Die Zinneke erobert die Stadt Brüssel mit fünf spielerischen, bunten und fantasievollen Paraden. Die Teilnehmer bestehen aus Schauspielern, Tänzern und Musikanten, unter denen auch viele Amateure sind. Die Zinneke steht für die kulturelle Vielfalt und den Kosmopolitismus von Brüssel. Zu sehen sind riesige Marionetten, Musikmaschinen, Feuermühlen, Gestentheater und vieles mehr.
Internet: www.zinneke.org.

Jährlich im September.
Jedes Jahr veranstaltet der Verband der Freunde von Manneken Pis eine Feier zur Ehre der Bronzefigur. Mit allerlei Ständen, Musik und Bier aus der Region werden die Besucher in Feierstimmung gebracht. Höhepunkt der Veranstaltung ist das Ankleiden der Figur mit zwei neuen Kostümen, die eigens für die Feierlichkeit entworfen wurden.
Internet: www.ordre-manneken-pis.blogspot.com.

Jährlich im August/September.
Zahlreiche Verkaufsstände sind im prächtigen Rahmen des Grand Place in Brüssel aufgestellt. Das ganze Wochenende über kann man die erstaunlichen und berauschenden Geschmacksrichtungen der besten belgischen Biere entdecken, vom klassischen "Grand Cru" bis zum kleinen selbst gebrauten Bier.
Internet: www.belgianbeerweekend.be.

Klassenfahrt a&o Hostel in Deutschland und Europa
Klassenfahrt Meininger Hotels in Deutschland und Europa
Klassenfahrt Center Parcs in Deutschland, den Niederlanden und Europa
Klassenfahrt Musicals Stage Entertaiment und Tickets für Schulklassen
Klassenfahrt zum Weissenhäuser Strand



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