Die erste und die letzte Nacht schlafen Sie im Jugendtours-Camp in Igluzelten der Kategorie 1. Die anderen beiden Nächte übernachten Sie in identischen Igluzelten auf ausgesuchten Zeltplätzen entlang Ihrer Route. Die Zelte werden von uns zusammen mit dem Gepäck zu dem jeweiligen Wunschzeltplatz gefahren. Für das Aufbauen der Zelte ist jede Gruppe selbst verantwortlich. Die Begleitpersonen wohnen in separaten Igluzelten, im Jugendtours-Camp stehen zusätzlich Feldbetten bereit. Die Sanitäranlagen befinden sich zentral auf der Anlage (abhängig vom gewählten Zeltplatz). Während Ihres Aufenthaltes im Jugendtours-Camp steht Ihnen dessen gesamte Infrastruktur zur Verfügung.
Bitte Schlafsack, Isomatte und Essgeschirr mitbringen!
Kochen im Jugendtours-Camp/Mitmach-Vollverpflegung:
Im Jugendtours-Camp nutzen alle Gruppen unsere neue, komplett eingerichtete Großküche: Sie ist mit einem stabilen Holzfußboden ausgelegt und verfügt über einen Stromanschluss, fließend warmes Wasser, Kühlmöglichkeiten, Arbeitsplatten, Kochgelegenheiten und einen Backofen, die Mikrowelle, Kaffeemaschinen und einen Getränkekessel (Tee, Saft etc. sind immer verfügbar). Wie es sich für ein richtiges Outdoor-Camp gehört, kann jede Gruppe das Essen natürlich auch über einer offenen Feuerstelle mit Dreibein zubereiten, solange sie bereit ist, sich um das Feuer und das Holzhacken selbst zu kümmern. Ein Lehmbackofen für Pizza und Brot, der Räucherofen und diverse Grills komplettieren unser Angebot. Zur Orientierung verschicken wir bereits im Vorfeld der Reise Listen mit Vorschlägen, wie eine Mahlzeit im Camp aussehen kann. Wir organisieren die Zutaten frisch und stellen Obst und Gemüse der Saison bereit. Die Erfahrung zeigt, dass die jungen Köche im Miteinander wie von selbst soziale Kompetenzen entwickeln und letztlich viel Spaß daran haben, ihr Essen zuzubereiten. Kochen im Jugendtours-Camp ist Teamarbeit.
Aufenthaltszelte:
Jeder Gruppe steht darüber hinaus mindestens ein großes Aufenthaltszelt (4m x 8m) ausgestattet mit Sitzgarnituren, stabilem Holzfußboden, elektrischen Licht und Stromanschluss zur Verfügung.
KANUEXPEDITION MIT JUGENDTOURS
- Reisetagebuch von Sebastian Primke (Jugendtours-Guide), unterwegs mit der Klasse 6 des Gymnasiums Hittfeld Seevetal, 25.8.-29.8.08 -
1. Tag: Kurz vor Anreise der mir zugeteilten Gruppe aus Seevetal kommen wir intern kurz zusammen. Diesmal zerbrechen wir uns die Köpfe, da keiner von uns weiß, wo Seevetal sich eigentlich befindet. Pünktlich 11.30 Uhr fährt der Reisebus mit den Schülern vor. Die mitreisenden Lehrer sind schnell auszumachen, ich gehe sofort auf sie zu, begrüße sie mit einem kräftigen Handschlag und stelle mich den Schülern vor. Zunächst teilen wir die Zelte auf, was relativ flott vonstattengeht. Während die Schüler erst einmal den See stürmen, treffe ich mit den Lehrern, um den weiteren Tagesablauf abzusprechen. Punkt 14.00 Uhr beginnen wir mit der Ausgabe der Kanus, Paddel und Schwimmwesten. Nach einer Einweisung paddeln wir dann ganz langsam in Richtung Strandbad Schwarz. Zurück im Jugendtours-Camp bereite ich mit einigen Schülern das Abendessen zu. Freiwillige für den Küchen-Job zu finden, ist kein Problem, ich brauche nur kurz zu fragen, schon schnellen unzählige Finger in die Höhe. Am Abend setze ich mich mit den Lehrern zusammen, und wir planen die Touren für die nächsten Tage.
2. Tag: Die Lehrer wollten es mir nicht glauben, nun sehen sie es mit eigenen Augen: Um sechs Uhr morgens stehen die ersten Kinder zur Abfahrt bereit. Doch bevor wir loslegen können, vergehen noch ein paar Stunden. Erst einmal nämlich gibt es Frühstück. Dann müssen die Brötchen für die Lunchpakete geschmiert, die Zelte abgebaut und das Gepäck in ein Fahrzeug verladen werden. Gegen 11.30 Uhr stechen wir in See. Zunächst kommen wir nur langsam vorwärts, da die Paddeltechnik der Schüler und Lehrer noch unausgereift ist. Das ändert sich aber schnell, mit jedem Kilometer werden die Paddelstöße kräftiger und die Navigation sicherer. Auch motiviert das eine oder andere Lied, das wir gemeinsam anstimmen. Gegen 17 Uhr kommen wir dann auf dem Zeltplatz am Rätsee an. Das Auto mit dem Gepäck wartet bereits auf uns, so dass wir gleich beginnen können, die Zelte aufzuschlagen und die Boote für die Nacht an Land zu ziehen. Gegen 19.30 Uhr entfachen wir ein großes Lagerfeuer und lassen uns das lang ersehnte Abendessen schmecken.
3. Tag: Am Morgen überrascht uns ein kräftiger Wind. Kurz überlegen wir sogar, die Route spontan zu ändern, entscheiden uns aber letztlich dagegen. Zu groß ist die Vorfreude auf die bevorstehende Reise: Der Zirtower See nämlich verbirgt sich hinter dichtem Gestrüpp, und die Zufahrt ist so schmal, dass der See nur mühsam befahren werden kann. Unsere Gruppe kommt jedoch erstaunlich gut mit den außergewöhnlichen Bedingungen zurecht, erfolgreich navigieren wir die Boote durch die fast zugewachsenen Kanäle. Unterwegs machen wir eine ausgedehnte Pause. Gegen 17 Uhr haben wir es dann gechafft. Wie geplant, erreichen wir unser Ziel. Nach dem Essen zünden wir Fackeln und Kerzen an und brechen zur Nachtpaddeltour auf. 24 Uhr fallen alle müde ins Bett.
4. Tag: Der erste Tag, an dem die Schüler länger schlafen als bis um sieben Uhr. Wie an jedem anderen Tag auch, beladen wir nach dem Frühstück das Auto mit dem Gepäck und tragen die Kanus zu Wasser. Die Zieletappe unserer Tour führt uns vorbei an zwei Schleusen und – zur Freude der Schüler – direkt zum Fischer in Canow. Dort gönnen wir uns alle erst einmal etwas Leckeres, die Schüler plündern dazu sogar die Klassenkasse. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Den noch vor uns liegenden langen Wasserwanderweg verkürzen wir uns durch ein kleines Kanuwettrennen. Gegen 16 Uhr kommen wir dann wieder im Jugendtours-Camp an. Der Abschlussabend am Lagerfeuer bleibt mir lange in Erinnerung: Es ist immer wieder spannend, die gemeinsam verbrachten Tage im großen Kreis auszuwerten. Zu unterschiedlich gewichten die Schüler die Ereignisse, und später, wenn das Lagerfeuer rot auflodert, zeigen selbst die coolsten unter ihnen tiefe Regungen. Das ist der Moment für mich, die Gewinner des Kanuwettrennens zu küren und mich langsam von den Schülern zu verabschieden.
5. Tag: Nach dem Frühstück fahren die Schüler zurück nach Seevetal. Ich für meinen Teil weiß jetzt, wo genau in Deutschland Seevetal liegt.
(Schwarz, 30.8.2008)
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